Stecken noch im Körper

Tierquäler schoss in Wien mit Pfeilen auf Tauben

Wien
24.09.2026 10:52

Ein grausamer Tierquäler ist in Wien unterwegs! Mindestens zwei Tauben wurden mit Pfeilen beschossen, diese stecken noch in den Körpern der Tiere. Die Vögel konnten noch nicht gesichert werden, sie dürften fürchterliche Schmerzen ertragen.

Eine Passantin entdeckte die beiden verletzten Tauben bei der U-Bahnstation Spittelau. Sie fotografierte und filmte die Tiere – auf den Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, dass in den Körpern der Vögel Pfeile stecken.

Die Vögel, die bislang nicht gesichert werden konnten, wurden mittlerweile rund um den Bertha-Zuckerkandl-Weg, der U-Bahnstation Spittelau und dem Skywalk gesichtet.

Eine der verletzten Tauben
Eine der verletzten Tauben(Bild: Tierschutz Austria)

Pfeile stammen vermutlich aus Blasrohr
Bei einer Taube steckte ein silberfarbener Pfeil im Körper, bei einer zweiten ein oranger Pfeil im Oberschenkel. Eine der Tauben humpelte stark. Laut einem Wiener Fachhändler dürften die Pfeile aus einem Blasrohr stammen. Eines der Geschosse gilt als mögliche Jagdspitzel, die Anwendung setzt demnach Erfahrung voraus.

Der Wiener Tierschutzverein erstattete bereits Anzeige. „Dass diese Tiere vermutlich seit Tagen mit Pfeilen im Körper weiterleben müssen, ist kaum vorstellbar. Wer gezielt auf Tauben schießt, nimmt Schmerzen und langes Leiden bewusst in Kauf. Wir zeigen an – und wir wollen verhindern, dass weitere Tiere oder als Nächstes Menschen verletzt werden“, so Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins.

Zitat Icon

Wer gezielt auf Tauben schießt, nimmt Schmerzen und langes Leiden bewusst in Kauf.

Madeleine Petrovic vom Tierschutzverein

Wer verdächtige Beobachtungen macht, weitere verletzte oder tote Tauben findet oder Pfeile entdeckt, soll die Polizei oder den Verein selbst verständigen.

Eine der verletzten Tauben humpelt stark.
Eine der verletzten Tauben humpelt stark.(Bild: Tierschutz Austria)

Täter nicht selbst stellen!
Sollten Pfeile gefunden werden, soll man diese keinesfalls berühren. Außerdem: Wer den Täter auf frischer Tat ertappt, sollte diesen keinesfalls selbst stellen, sondern umgehend die Polizei alarmieren, warnt der Tierschutzverein in einer Aussendung.

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