Während Xi cool bleibt

Hier fährt Trump der Schrecken in die Glieder

Außenpolitik
24.09.2026 11:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Xi Jinping ist am Mittwoch zum Staatsbesuch in den USA eingetroffen und mit allen Ehren empfangen worden. Zur Begrüßung für Chinas Präsident überflogen Kampfflugzeuge die Zeremonie. Der Lärm der Bomber war dabei so laut, dass Gastgeber Donald Trump – während Xi völlig regungslos danebenstand – sichtlich zusammenzuckte und sein Gesicht verzog.

Xi und seine Ehefrau landeten auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews, dem Stützpunkt der Präsidentenflotte in der Nähe von Washington DC und wurde dort direkt von Donald und Melania Trump empfangen. Zunächst lief alles nach Plan: Nette Worte wurden gewechselt, Blumensträuße überreicht, der rote Teppich ausgerollt, die Hymnen beider Länder abgespielt.

Ohrenbetäubender Überflug von B1-Bombern
Während der US-Hymne flogen Bomber vom Typ B1 über die Anwesenden. Eine bombastische Zeremonie – und extremer Lautstärke, denn der Lärm war so ohrenbetäubend, dass Trump regelrecht der Schrecken in die Glieder fuhr. Er verzog sein Gesicht und wandte sich mit einer Bemerkung an seinen Gast. Anschließend verließen die Staatschefs in unterschiedlichen Autos das Rollfeld.

Ebenfalls auffällig: Bei angenehmen 18 Grad Celsius trug Trump während des gesamten Empfangs einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur kurz zur Begrüßung auszog. Blutergüsse an Trumps Händen hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen über seine Gesundheit geführt.

Kritik an Trump sogar aus den eigenen Reihen
Die Zeremonie ähnelte jener, die China bei Trumps Besuch im Mai in Peking veranstaltet hatte. Der US-Präsident wollte umgekehrt wohl mit ähnlichem Prunk aufwarten. Bereits im Vorfeld der Xi-Visite handelte er sich dafür Kritik sogar aus den eigenen Reihen der Republikaner ein – Stichwort Verschwendung, wie Senator Roger Wicker andeutete.

Trump spottete einst über Obama wegen ähnlicher Zeremonie
Ironischerweise hat sich auch Trump selbst im Jahr 2012 – damals wurde Xi von Präsident Barack Obama empfangen – über die dargebotene „Ehrenzeremonie voller Musik und Kanonen“ echauffiert. „So falsch“, spottete Trump damals auf Twitter.

Themen des drei Tagen dauernden Treffens dürften neben dem Handelsstreit beider Länder auch die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Zudem dürften Trump und Xi auch über globale Konflikte wie den Iran-Krieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.

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