Welle ist abgebbt

Weniger Austritte: Die Kirche hat neue Hoffnung

Steiermark
23.09.2026 19:46

Die Zahl der Katholiken in der Steiermark sinkt weiter, aber die Austritte sind weniger geworden. Der steirische Diözesanbischof versprüht Zuversicht – und blickt auf ein wirtschaftlich solides Ergebnis. 

In unsicheren Zeiten, mit täglichen Meldungen über Kriege, Mord, Totschlag und zunehmenden Islamismus, wird die katholische Kirche für viele wieder zum sicheren Hafen. Eine Tendenz, die aktuell in ganz Europa zu spüren ist – besonders in Österreich, wo die Zahl der Kirchenaustritte nach Jahren wieder zurückgeht und die Erwachsenentaufen zunehmen.

Die aktuellen Zahlen der Bischofskonferenz sind ermutigend: 4,48 Millionen Katholiken waren mit Stichtag 31. Dezember in Österreich gemeldet, 714.637 davon in der Steiermark (56 Prozent der Bevölkerung). Das sind zwar um 1,7 Prozent weniger als 2024, dennoch ist die große Austrittswelle der vergangenen Jahre abgeebbt.

Das Liniendiagramm zeigt die Anzahl der Kirchenaustritte aus der römisch-katholischen Kirche in Österreich von 1990 bis 2025. Die Werte steigen deutlich an, mit Spitzen bei 85.960 im Jahr 2010 und 90.975 im Jahr 2022. 2025 werden 66.930 Austritte verzeichnet. Quelle: Kathpress.

„Erfreulich ist außerdem, dass 1263 Menschen 2025 zur katholischen Kirche zurückgekehrt sind, um zehn Prozent mehr als im Vorjahr“, berichtet Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl; 82 Steirer hätten ihren Austritt widerrufen. „Bei vielen Feiern bringen wir weiterhin mehrere hunderttausend Menschen zusammen“, ist der steirische Oberhirte zufrieden.

Solide sind auch die wirtschaftlichen Kennzahlen: Die Diözese Graz-Seckau verbuchte 128 Millionen Euro an Einnahmen und ist damit deutlich im Plus.

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