Der Linzer Modedesigner Peter Fellner zeigte seine Kollektion „Glumpert“ am Laufsteg in Hongkong, China. Er überzeugte dort mit nachhaltigen Materialien und queerem Design. Demnächst stellt der Linzer in München aus.
„Es ist ein tolles Gefühl, auch in Hongkong gesehen zu werden“, sagt Peter Fellner zur „Krone“. Der junge Modedesigner, der an der Kunstuniversität Linz den Studiengang „Fashion & Technology“ absolvierte, steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere.
Er arbeitete bereits für Marcel Ostertag in Berlin und München sowie für Vivienne Westwood und Andreas Kronthaler in London. Von März bis Mitte September zeigte er im OK Linz seine Modeausstellung „Glumpert“, über die wir bereits berichtet haben.
Nachhaltigkeit durch Secondhand-Textilien
Und er zählt zu jenen sechs wegweisenden Designern, die bereits mit dem Redress Design Award ausgezeichnet wurden. Redress in Hongkong, China ist eine Organisation, die sich für Nachhaltigkeit in der Modeindustrie einsetzt. Bei der Alumni-Modenschau präsentierten charaktervolle Models die schillernden und fantasievollen Modelle für queere Mode am Laufsteg.
„Meine Arbeit und das Konzept dahinter sind auch über Landes- und Kontinentgrenzen hinweg relevant“, sagt er. Fellner verbindet Nachhaltigkeit mit queeren Themen. Er verwandelt gebrauchte Stoffe, Textilien und Materialien wie Tücher oder Regenschirme – eigentlich „Glumpert“, wie er sagt – in neue, eindrucksvolle Kleidungsstücke. Die Secondhand-Textilien erzählen ihr eigene Geschichte.
Gleichzeitig vermitteln die Kreationen einen Hauch von Utopie. Damit liegt Fellner am Puls der Zeit. Seine Kollektion wird übrigens demnächst auch Teil einer Gruppenschau in der Pinakothek der Moderne in München sein.