Ein brutaler Raubüberfall in Osttirol beschäftigte in den vergangenen Tagen die Kriminalpolizei. Ein in Lienz lebender Italiener (26) wurde in seiner Wohnung von Einbrechern überrascht, attackiert und mit einer Pistole bedroht. Auf einen Besucher gingen die Täter mit einem Messer los. Einer der Verdächtigen konnte noch am selben Abend gefasst werden – bei den mutmaßlichen Komplizen klickten jetzt auch die Handschellen.
Es waren brutale Szenen, die sich bereits vor gut zwei Wochen – am 8. September – in Lienz angespielt hatten. Drei bewaffnete Täter drangen laut Polizei in die Wohnung des 26-jährigen Italieners ein. „Sie bedrohten diesen mit einer vermeintlichen Faustfeuerwaffe und attackierten ihn mit Schlägen und Tritten“, hieß es am Mittwoch vonseiten der Ermittler.
Besucher mit Messer angegriffen
Doch damit nicht genug: Ein in der Wohnung anwesender Zeuge versuchte dem Opfer zu Hilfe zu kommen und sei dann von einem der Täter mit einem Messer angegriffen worden. „Die beiden angegriffenen Personen erlitten durch die Tat teils schwere Verletzungen“, so die Ermittler weiter.
Flucht bei Eintreffen der Polizei
Beim Eintreffen der alarmierten Polizei flüchteten die Täter vom Tatort. Ein Verdächtiger konnte schließlich noch in Tatortnähe festgenommen werden. Die beiden Komplizen konnten zunächst untertauchen. Doch jetzt klickten auch bei den anderen beiden Verdächtigen die Handschellen. „Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten auch diese ausgeforscht und festgenommen werden“, berichtete die Exekutive.
Iraner und Syrer in U-Haft
Zwei der drei Beschuldigten, ein 19-jähriger Iraner und ein 20-jähriger Syrer würden sich in Untersuchungshaft befinden. „Ein 21-jähriger Iraker befindet sich unter Auflagen auf freiem Fuß“, so die Ermittler.
Im Zuge einer Hausdurchsuchung sei eine der Tatwaffen, eine Airsoft-Pistole, sichergestellt worden. Nähere Hintergründe sind derzeit nicht bekannt. Weitere Ermittlungen sind im Gange.
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