Rekord-Geburtendefizit

Bilanz 2025: Babynamen, Todesfälle, Ehe, Scheidung

Steiermark
22.09.2026 19:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Einen altbekannten Spitzenreiter bei den Buben und eine neue Nummer eins bei den Mädchen hat die Vornamensstatistik 2025 für die Steiermark zu bieten. Darüber hinaus verfestigten sich einige länger anhaltende Trends bezüglich Ehen und Scheidungen, die Lebenserwartung kommt nicht vom Fleck – bei Frauen sinkt sie sogar leicht.

96 Buben, die 2025 in der Steiermark auf die Welt gekommen sind, tragen den Namen Jakob. Zum fünften Mal in Folge führt der biblische Vorname die weiß-grüne Statistik an. Bei den Mädchen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen,  die im Vorjahr zweitplatzierte Marie landet erstmals auf Platz eins. Mit 81 Namensträgerinnen fiel die Entscheidung denkbar knapp aus, 80 Mädchen bekamen den Namen Emilia. Die vorjährige Nummer eins Mia rutscht auf Platz sechs ab, neue Dritte ist Valentina. Bei den Buben belegen Noah und Maximilian die Stockerlplätze, Dauerbrenner Paul kommt nach Platz zwei im Vorjahr diesmal hinter Felix auf Platz fünf (siehe Grafik unten).

Größtes Geburtendefizit der Zweiten Republik
Insgesamt gab es mit 9680 Neugeborenen zum zweiten Mal in Folge weniger als 10.000 neue Steirerinnen und Steirer und einen historischen Tiefststand: Vom erstmals vierstelligen Vorjahreswert ging es noch einmal um 2,6 Prozent (minus 258 Kinder) bergab. Damit einher geht auch ein steigendes Geburtendefizit: Angesichts von 13.504 Sterbefällen (plus 1,9 Prozent) liegt dieses bei 3824 – der höchste Wert seit 1945. Das macht sich auch in der Lebenserwartung bemerkbar: Sie sank bei Frauen von 84,8 auf 84,5 Jahre, Männer stagnieren bei exakt 80 Jahren.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation des Landes Steiermark, macht auf einen weiteren negativen Trend aufmerksam: „Durch den Geburtenrückgang hat sich auch die Zahl der Kinder pro Frau von 1,28 im Jahr 2024 auf 1,26 im Vorjahr reduziert. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird in etwa jede dritte Frau überhaupt keine Kinder mehr bekommen.“ Rückläufig ist übrigens auch der Anteil der unehelich geborenen Kinder, der derzeit bei 42,4 Prozent liegt.

Jüngste Braut 16, ältester Bräutigam 98
Apropos Ehen: Deren Zahl ging weiter zurück, 6275-mal wurde im Vorjahr in der Steiermark der Bund fürs Leben geschlossen (minus 4,9 Prozent). 101 getraute Paare waren gleichgeschlechtlich: 54 männliche und 47 weibliche. Männer heirateten im Durchschnitt mit 36,8, Frauen mit 34,4 Jahren. Die Altersspanne ist beträchtlich und reichte bei den Frauen von 16 bis 91, bei den Männern von 18 bis 98 Jahren.

Scheidung nach 63 Jahren – oder wenigen Monaten
Die Sache mit dem „Bund fürs Leben“ muss dabei freilich relativiert werden: Im Vorjahr gab es 2072 Scheidungen (plus 10,7 Prozent), die Scheidungsrate liegt somit bei 36,1 Prozent. Eine steirische Ehe ging dabei nach epischen 63 Jahren in die Brüche, die kürzeste dauerte gerade einmal 6,5 Monate.

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