Der Trend zu weniger Kindern setzt sich in der Steiermark fort: Laut aktuellen Zahlen der Landesstatistik gab es im Vorjahr erstmals weniger als 10.000 Geburten – ein historischer Tiefststand. Auch zu Eheschließungen, Scheidungen und Sterberaten bietet das neue Zahlenwerk interessante Einblicke.
Die Babystörche kreisen immer seltener über der Steiermark: Exakt 9938 Geburten gab es laut einem aktuellen Bericht der Landesstatistik hierzulande im Jahr 2024 – ein Minus von 4,2 Prozent und zugleich historischer Tiefststand. Damit setzt sich der langjährige Trend fort.
Durch den Geburtenrückgang verringerte sich die Zahl der Kinder pro Frau von 1,33 im Jahr 2023 auf 1,28 im Jahr 2024 – die drittniedrigste Rate aller Bundesländer. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends wird etwa jede dritte Frau überhaupt keine Kinder mehr bekommen, rechnen die Landesstatistiker vor.
41-Jährige bekam ihr zwölftes Kind
Die Mütter in der Steiermark werden auch immer älter: Bei der Erstgeburt sind Frauen durchschnittlich fast 30 Jahre alt. Dabei gibt es in der Statistik auch interessante Ausreißer: Die jüngste Mutter war 2024 gerade einmal 14 Jahre alt, die älteste Erstgebärende war 52 Jahre alt. Eine 41-Jährige gebar im Vorjahr ihr zwölftes Kind.
Starke Unterschiede gibt es bei Geburten auch je nach Region: „Leoben (plus acht Prozent) und Murau (plus 5,9 Prozent) waren 2024 die einzigen Bezirke, die ein deutliches Plus bei den Lebendgeburten verzeichneten. Die größten Geburtenrückgänge im Vergleich zum Jahr 2023 gab es in der Südoststeiermark (minus 14,2 Prozent) und in Liezen (minus 13,8 Prozent)“, sagt Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation.
Ein Fünftel aller Geburten entfallen auf Ausländer
Auswirkungen zeigt auch die internationale Zuwanderung: Von den 9938 Geburten im Vorjahr waren 2027 „ausländische Geburten“ – weder Mutter noch Vater waren österreichische Staatsbürger. Sie machten somit ein Fünftel aller Geburten aus.
In der Statistik scheinen auch die beliebtesten Namen für Neugeborene im Jahr 2024 auf.
Buben:
Mädchen:
Selten vergebene Namen:
Buben: Aldi, Amadeus, Bobby, Chukwujekwu, Elon, Elvis, Platon
Mädchen: Anni, Balveenkaur, Hope, Mekka, Mitzi, Precious, Trudi
Lebenserwartung wieder gestiegen
Die Sterbefälle sind im Vorjahr weiter zurückgegangen, dementsprechend ist auch die durchschnittliche Lebenserwartung gestiegen. Für Frauen lag sie 2024 bei 84,8 Jahren, für Männer bei 79,9 Jahren.
Im Jahr 2024 traten wieder mehr Paare vor den Traualtar: 6600 Ehen wurden im Vorjahr geschlossen. Das „magische Datum“, der Tag mit den meisten Eheschließungen, war der 24. August 2024. Die Zahl der Scheidungen hingegen ging weiter zurück (von 1902 auf 1871) und erreicht sogar einen neuen Tiefststand seit dem Jahr 1984.
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