Deckeneinsturz in Wien

Handyortung: 85-Jährige wohl noch unter Trümmern

Österreich
22.09.2026 10:43

Nach einem Deckeneinsturz in Wien läuft die Personensuche auf Hochtouren weiter. Eine 85-jährige Hausbewohnerin könnte sich unter den Trümmern befinden. Auch Leichenspürhunde sind mittlerweile im Einsatz.

In der Färbergasse in der Wiener Innenstadt war am Sonntagabend ein Gebäude teilweise eingestürzt – Die „Krone“ berichtete. Eine 57-jährige Frau wurde bei dem Vorfall schwer verletzt und musste von der Feuerwehr befreit werden, wie bereits am Montag bekannt geworden war. Sie dürfte jedoch nicht die Einzige gewesen sein.

Handyortung zeigte Ort der Vermissten
Nun geht die Personensuche weiter. Zunächst vermuteten Einsatzkräfte, die Frau halte sich an ihrem Nebenwohnsitz in Tulln auf. Eine Handyortung zeigte: Die Pensionistin könnte unter den Trümmern begraben sein.

Feuerwehr: „Schwache Anzeichen“ wahrgenommen
Daraufhin wurden am Montag erneut Spezialkräfte der Schallortungsgruppe sowie die Rettungshunde der Feuerwehr eingesetzt. Dabei wurden „schwache Anzeichen“ wahrgenommen, so die Feuerwehr. Da das Gebäude sehr instabil ist, ständig Schutt und sich lösende Bauteile nachrieseln, können diese Wahrnehmungen derzeit jedoch nicht eindeutig zugeordnet werden.

Presseoffizier Jürgen Fiegerl sprach mit der „Krone“ über die laufende Suchaktion.
Presseoffizier Jürgen Fiegerl sprach mit der „Krone“ über die laufende Suchaktion.(Bild: zVg)

„Haben die Person noch nicht gefunden“
„Wir räumen den Schutt und Gebäudeteile zur Seite und finden immer wieder Hohlräume, die man auch Spezialgerät und Kameras untersucht, aber wir haben die Person noch nicht gefunden“, so Presseoffizier Jürgen Figerl im Gespräch mit der „Krone“. Auch Leichenspürhunde werden mittlerweile bei der Suche eingesetzt.

Unter den Trümmern könnte sich laut Feuerwehr eine weitere Person befinden.
Unter den Trümmern könnte sich laut Feuerwehr eine weitere Person befinden.(Bild: Krone-Collage/Berufsrettung Wien)

„Außenmauern drohen, einzuknicken“
Parallel zur Suche durch mehrere Trupps werden im Inneren und außerhalb des Gebäudes laufend Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Derzeit werden die Außenwände des Gebäudes abgesichert, da diese drohen, einzuknicken. Außen würden Kanthölzer befestigt, im Gebäudeinneren werden Seile zur Sicherung angebracht.

Gefährliche Suchaktion
Die Suche nach der Vermissten ist körperlich fordernd und erfordert umfangreiche Kleinarbeit. „Die Arbeit im Gefahrenbereich findet unter größter Anspannung statt“, so Figerl. Seit den Nachtstunden wird die Suche durch einen speziellen Saugbagger unterstützt, der Schutt aus dem Gebäude absaugt.

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