Er verstümmelte Patienten und ordinierte trotz Berufsverbots – nun musste sich Ex-Schönheits-Doc Daryoush Parvizi erneut vor dem Strafrichter in Graz verantworten! Diesmal wurde er überführt, Patienten-Unterschriften gefälscht zu haben.
Bereits zweimal wurde, wie die „Krone“ berichtete, der ehemalige Schönheits-Chirurg Daryoush Parvizi wegen grob fahrlässiger Körperverletzung verurteilt, weil er Patientinnen verstümmelte. „Ich bin froh, überhaupt noch am Leben zu sein“, klagte eine Steirerin, die durch seine unsauberen Praktiken zum Pflegefall geworden ist, der „Krone“.
Zulassung zurückgelegt
Ex-Arzt deswegen, weil er mittlerweile von sich aus seine Approbation bei der Ärztekammer zurückgelegt hat. Doch in Spanien operiert er munter weiter, wie auf Social Media klar ersichtlich ist. Vermutlich deswegen erschien er am Montag auch nicht zu seinem mittlerweile dritten Strafprozess, diesmal am Landesgericht Graz.
Er sei „geschäftlich verhindert“, ließ er Richter Erik Nauta über seinen Verteidiger ausrichten. Verhandelt wurde trotzdem.
Was wird Parvizi diesmal zur Last gelegt? Er soll oben genannte Steirerin im Vorfeld der Eingriffe nicht über sämtliche Risiken aufgeklärt haben. Um aber das Gegenteil vor dem zuständigen Zivilgericht zu belegen, legte er zwar die nötigen Unterlagen – Aufklärungs- und Einwilligungsbögen – vor, samt Patienten-Unterschriften. Doch sie hatte nie etwas unterschrieben!
Unterschriften kopiert oder abgepaust
Ein Graphologe kam zum Schluss, dass er die Unterschriften gefälscht hatte – entweder einfach kopiert oder abgepaust. Aufgrund der Beweislage verurteilte ihn Herr Rat zu vier Monaten bedingter Haft und 9000 Euro Geldstrafe – nicht rechtskräftig.
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