Kriegsverbrecher

EU erhöht Druck auf Serbien und Bosnien

Ausland
27.02.2006 15:25
Wegen unzureichender Zusammenarbeit mit dem UNO- Kriegsverbrechertribunal hat die EU Serbien und Bosnien-Herzegowina mit Unterbrechung der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen gedroht. Beide Länder müssten "entschlossene Maßnahmen" ergreifen, um die flüchtigen Angeklagten "so schnell wie möglich vor Gericht zu bringen", heißt es in einer Erklärung der EU- Außenminister.

Die EU-Staaten unterstützten "ohne Einschränkung" die Warnung der EU-Kommission an Belgrad und Sarajevo, "wonach die Kooperation mit ICTY (dem UNO-Kriegsverbrechertribunal, Anm.) voll und umfassend sein muss, wenn man dass die Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen nicht unterbrochen werden." Die Außenminister hätten "mit Besorgnis" die Warnungen der UNO-Chefanklägerin Carla del Ponte vernommen, wonach Serbien-Montenegro nicht zufrieden stellend mit dem Tribunal zusammenarbeite.

Diplomaten teilten mit, EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn habe volle Zusammenarbeit Serbiens bis zum nächsten Assoziationsrat am 4. und 5. April in Belgrad gefordert. Sollte dies ausbleiben, drohe eine Unterbrechung der Verhandlungen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
27.02.2006 15:25
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung