Die Spritpreise – so die aktuellen Prognosen – könnten schon bald auf die Drei-Euro-Marke zusteuern. Obwohl das Barrel auf der ganzen Welt gleich viel kostet, tanken die Amerikaner zum Beispiel viel, viel günstiger. Die Grünen sind, wie man einst glaubte, jedenfalls nicht daran schuld.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, in der darüber gelästert wurde, dass es die Grünen noch schaffen werden, dass der Liter Sprit 20 Schilling kosten wird. Das war in den 1980er- und 90er-Jahren.
Heute würden wir einen Luftsprung machen, wenn wir den Liter Diesel bzw. Benzin um dieses Geld (heute ungefähr 1,5 Euro) bekommen würden. Und es sind auch nicht die Grünen daran schuld. Zwei Verrückte – der eine in Amerika, der andere in Russland – haben ausgereicht, dass wir – so die Prognosen – schon bald auf die 3-Euro-Marke zusteuern. Drei Euro – das sind 41,3 Schilling, die im Jahr 2002 übrigens noch eine Kaufkraft von sage und schreibe 77 Schilling hatten. Den Schilling-Vergleich ziehe ich übrigens nicht deswegen heran, weil ich die alte Währung vermisse, sondern damit man die Werte vergleichen kann.
Steuern und Abgaben als Preistreiber
Obwohl der Ölpreis für das Barrel (aktuell 103 Dollar für 159 Liter) weltweit gleich ist, tanken die Amerikaner immer noch deutlich günstiger als wir. In den USA ist Treibstoff ab 0,97 Euro erhältlich. Das hängt zum einen natürlich auch damit zusammen, dass die USA im Gegensatz zu uns große Ölvorkommen besitzen. Doch die größten Preistreiber sind Steuern und Abgaben: 20 Prozent Umsatzsteuer und die CO₂-Steuer (bei Diesel 39,7 Cent, bei Benzin 48,2 Cent pro Liter).
Innerhalb von Österreich sind wiederum wir Tirolerinnen und Tiroler jene, die am meisten zahlen. Warum, darauf gibt es leider keine schlüssige Antwort von der Politik!
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