Nach zähem Ringen hat sich die Regierung auf ein 240 Millionen Euro teures Hilfspaket für die heimische Landwirtschaft geeinigt. Jetzt sickern erste Details zur Gegenfinanzierung der Maßnahmen durch. Sie zeigen: Die Bauern finanzieren sich einen Gutteil sogar selbst – und der Staat verdient mit.
Die Hitze-Hilfen für die Bauern wurden bekanntlich über einen langen Zeitraum erstritten. Zuletzt fungierte ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker selbst als Joker im Verhandlungsfinale. Die SPÖ und die NEOS konnten der Kanzlerpartei aber zumindest ein Klimagesetz abringen.
Wie nun bekannt wird, werden sie in weiten Teilen über einen noch längeren Zeitraum gegenfinanziert. Das 240 Millionen Euro teure Paket ist in zwei Teile gegliedert. 100 Millionen davon kommen den Landwirten in Form von Zuschüssen zu Versicherungsprämien und Betriebsmittelkrediten zugute. 50 Millionen Euro kommen aus den Ländern, die anderen je 25 Millionen aus dem Finanz- und dem Landwirtschaftsministerium.
Die Rücklagen der Bauern verdorren
140 Millionen Euro werden den Bauern durch einen zweimonatigen Nachlass bei den Sozialversicherungsbeiträgen vom Bund vorgestreckt. Bis zum Ende des Jahres 2031 fließen durch das Gegenfinanzierungsmodell aber 250 Millionen an den Bund zurück. Gespeist wird das Geld von den Rücklagen der Bauern bei der Krankenversicherung. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden rund 90 Millionen Euro an Rücklagen aufgebaut.
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