Di, 23. Oktober 2018

Ukraine in der Krise

05.12.2014 12:42

Massiver Strommangel: "Kiew könnte erfrieren"

Wegen massiver Probleme bei der Stromversorgung fallen Teile des Krisenlandes Ukraine immer häufiger in Dunkelheit - in einigen Städten bis zu sechs Stunden täglich. Energieminister Wladimir Demtschischin forderte die Industrie und die Bevölkerung auf, vor allem in den Spitzenzeiten von 17 bis 21 Uhr freiwillig mindestens 15 Prozent Strom zu sparen. So soll ein Zusammenbruch der Versorgung verhindert werden.

Die Lage in den Kraftwerken sei katastrophal, berichtete die Internetzeitung "Ukrainskaja Prawda" am Freitag. "Kiew könnte erfrieren", warnte das Portal. Zu den Engpässen komme es unter anderem wegen des Mangels an Kohle, teilte der Minister mit. Der Rohstoff wird vor allem im Konfliktgebiet Donbass gefördert, über das die ukrainische Regierung die Kontrolle verloren hat.

Demtschischin forderte die Unternehmen auf, ihre Arbeit in die Nachtstunden zu verlegen, weil dann der Verbrauch im Land geringer sei. Bewohner der Hauptstadt Kiew berichteten über immer häufigere Stromausfälle. In der Westukraine schalteten Energieversorger in einigen Städten die Straßenbeleuchtung ab. Der Verbrauch ist auch deshalb so hoch, weil viele Menschen angesichts des Mangels an Gas Elektrogeräte zum Heizen benutzen.

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