Er machte mit Niki Lauda den Führerschein, gewann sein erstes Rennen mit 18 und fährt noch heute in der Formel 3.
Im Rennsport ist Günter Ledl ein Name, den man kennt. Er hat viele Geschichten zu erzählen und er traf alle, die im Rennsport etwas waren. 1966 machten er und Niki Lauda etwa gemeinsam den Führerschein, er kannte Jochen Rindt genauso, wie Gerhard Berger. Ledl gewann sein erstes Rennen einen Tag nach seinem 18. Geburtstag, sein Leben fand auf der Rennstrecke und in der Werkstätte statt.
Denn Ledl konstruierte einen Wagen – den einzigen österreichischen Sportwagen, den Ledl AS, der in Serie ging. Die Zeichnungen zum Ledl AS entstanden in Schützen am Gebirge, 1973 gründete er schließlich sein eigenes Unternehmen in Tattendorf in Niederösterreich. Zwischen 1975 und 2004 entstanden dort rund 5.600 Fahrzeuge. „Das Geld, das ich im Rennsport gewonnen habe, habe ich in Entwicklung und Produktion meiner Autos investiert“, schildert Ledl. Auch heute ist er noch aktiv, fährt in der Formel 3 den Histo Cup. Mittlerweile übrigens auch auf der Strecke, seine Tochter. „Sie ist schnell, aber sie hat ja auch bei mir gelernt“, schmunzelt der Rennfahrer.
In der Slowakei stand Ledl am Stockerl, das nächste Mal fährt er am 9. Oktober in Budapest.
Bis dahin steht sein Rennwagen mit der Nummer 7 aber in Gols – und zwar im Atelier Csokay. Galerist Michael Csokay war selbst in jungen Jahren Rennfahrer und lernte dort Ledl kennen. Seitdem verbindet sie eine enge Freundschaft.


Kein Wunder also, dass Csokay eine Ausstellung mit Günter Ledl macht. „Installation Motorsport“ wird von 26. September bis 3. Oktober im Atelier Csokay in Gols zu sehen sein. Der originale Rennwagen, der mit einem Kran in die Galerie gehievt wurde, ist genauso zu sehen, wie die erste Skizze vom Ledl AS, Fotos, Bilder und einiges mehr. Seien Sie gespannt!
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