Laut Berichten

USA planen offenbar wieder Angriffe auf den Iran

Außenpolitik
20.09.2026 15:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das iranische Militär hat die USA vor neuen Angriffen auf das Land gewarnt. Auch Länder in der Region, die Attacken unterstützen, würden als Komplizen betrachtet und könnten keine Nachsicht erwarten, hieß es. Das Militär berief sich dabei auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern, bei dem Vereinbarungen über neue Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen.

Einige arabische Länder in der Region sollen demnach grünes Licht gegeben haben. Der Iran müsse sowohl kämpfen als auch verhandeln, sagte Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf am Sonntag. Teheran werde militärische Gewalt einsetzen, um seine Feinde zurückzudrängen, aber auch Diplomatie nutzen, um die auf dem Schlachtfeld errungenen Erfolge zu festigen, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen sei. Die Straße von Hormuz im Persischen Golf werde erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen erfüllt seien und die Zusagen der USA umgesetzt würden.

Das Weiße Haus warnte unterdessen vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen. Das US-Außenministerium sprach am Samstag eine Reisewarnung aus, in der unter anderem auf Angriffe auf zivile Flughäfen verwiesen wurde. US-Staatsangehörige sollten Reisen dorthin „ernsthaft überdenken“.

Explosionen in Riad
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad hatte es am Samstag zweimal heftige Explosionen gegeben. In der Nähe des Flughafens geriet ein Öltank in Brand. Die Houthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Land angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Die gegenseitigen Angriffe nahmen daraufhin stark zu.

Damit geht nun die Befürchtung vor einem weiteren Engpass für den internationalen Seehandel einher. Die Bedeutung der Meerenge Bab al-Mandab ist durch die Krise an der Straße von Hormuz gestiegen. Saudi-Arabien versucht etwa, einen Teil seiner Ölexporte nach Asien über das Rote Meer umzuleiten. Schon einmal konnte die Miliz mit Angriffen dort internationale Lieferketten stören. Automobilhersteller in Europa mussten ihre Produktion teilweise drosseln, da sich die Lieferung von Bauteilen verzögerte. Die Schiffstransporte verteuerten sich Ende 2023 zudem kurzfristig massiv. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung