19.02.2006 16:26 |

Ägypten bis Vietnam

Vogelgrippe gibt's in 26 Ländern

Das aggressive Vogelgrippevirus H5N1, das jetzt auch in Österreich aufgetaucht ist, wurde bereits 1997 in Hongkong entdeckt. Der aktuelle Seuchenzug begann Ende 2003. Seither ist der Erreger nach Angaben der Welttiergesundheitsorganisation (OIE) in mindestens 26 Ländern entdeckt worden. Bei Menschen wurden bislang rund 170 Infektionen nachgewiesen, mehr als 90 Patienten davon starben.

ÖSTERREICH: Das amtliche österreichische Gesundheitslabor AGES weist am 13. Februar 2006 bei zwei in der Steiermark entdeckten toten Schwänen das Vogelgrippevirus H5N1 nach.

ÄGYPTEN: Das Gesundheitsministerium bestätigte am 17. Februar in Kairo, das Virus H5N1 sei bei Labortests in Tieren aus verschiedenen Provinzen gefunden worden.

ASERBAIDSCHAN: Das Virus H5N1 wird erstmals am 10. Februar 2006 bei mehreren toten Zugvögeln in der ehemals sowjetischen Republik am Kaspischen Meer entdeckt.

BULGARIEN: Nachdem mehrere wilde Schwäne nahe der rumänischen Grenze verendet sind, wird am 11. Februar 2006 die Tierseuche nachgewiesen.

CHINA: Im Januar 2004 wird das Virus erstmals in der Autonomen Region Guangxi nachgewiesen, weitere Ausbrüche folgen. Offiziell hat die Regierung bislang 12 Infektionen von Menschen bestätigt, von denen 8 tödlich verliefen.

DEUTSCHLAND: Am 14. Februar 2006 wird die Vogelgrippe auf der Ostseeinsel Rügen bei verendeten Schwänen festgestellt. Inzwischen ist der Erreger bei mehr als 50 gestorbenen Tieren nachgewiesen.

FRANKREICH: Bei einer toten Wildente wird das Virus am 18. Februar 2006 nachgewiesen.

GRIECHENLAND: Das Virus H5N1 wird am 11. Februar 2006 bei drei Schwänen nachgewiesen.

HONGKONG: In der inzwischen zu China gehörenden Stadt tritt das Virus 1997 das erste Mal auf. Nach mehrjähriger Pause werden seit Anfang des Jahres wieder vereinzelt infizierte Wildvögel entdeckt.

INDONESIEN: Die Tierseuche bricht erstmals im Februar 2004 aus, später erkranken auch Menschen. 19 Patienten sind in Indonesien bislang an dem Virus H5N1 gestorben.

IRAN: Am 13. Februar 2006 wird die Tierseuche erstmals bei Schwänen nachgewiesen.

IRAK: Im Januar 2006 stirbt nach WHO-Angaben ein Mensch an der Vogelgrippe. Bei Tieren wird Anfang Februar der Erreger H5 festgestellt.

ITALIEN: Erstmals in der Europäischen Union wird das Virus H5N1 am 11. Februar 2006 bei zwei Schwänen in Italien nachgewiesen.

JAPAN: Im Januar 2004 tritt bei einer Legehenne ein H5N1-Fall auf. Die letzten bekannten Fälle liegen rund eineinhalb Jahre zurück.

KAMBODSCHA: Der erste H5N1-Ausbruch wird im Januar 2004 bei Hühnern entdeckt. Auch vier Menschen sterben an dem Virus.

KASACHSTAN: Im Juli 2005 erreicht die Tierseuche Kasachstan, 400 Enten und Gänse sterben.

KROATIEN: In einem Teich 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Zagreb werden im Oktober 2005 sechs tote Schwäne gefunden, bei denen eine H5N1-Infektion nachgewiesen wird.

MALAYSIA: Im August 2004 wird ein H5N1-Ausbruch in einem kleinen Dorf an der Grenze zu Thailand festgestellt.

MONGOLEI: Nach Bekanntwerden eines H5N1-Ausbruchs im August 2005 werden knapp 90 Vögel getötet.

NIGERIA: Am 8. Februar 2006 erreicht die Vogelgrippe Afrika. Betroffen ist eine Geflügelfarm im nordnigerianischen Dorf Jaji, 40 000 Tiere sterben.

RUMÄNIEN: Im Oktober 2005 werden bei Geflügel H5N1-Infektionen registriert.

RUSSLAND: In neun Dörfern in der Region Nowosibirsk in Sibirien werden im Juli 2005 befallene Hühner, Enten, Truthähne und Gänse entdeckt. Auch im europäischen Teil Russlands gibt es später vereinzelte Seuchenherde.

SÜDKOREA: Im aktuellen Seuchenzug der Vogelgrippe informiert als erstes Land Südkorea am 12. Dezember 2003 die OIE über den Ausbruch einer „hoch pathogenen aviären Influenza“ bei Geflügel, der Erreger stellt sich später als H5N1 heraus.

THAILAND: Das Virus H5N1 wird im Januar 2004 erstmals entdeckt. In der Folge werden mehrere Millionen Tiere getötet oder sterben. Seither sind auch 14 Menschen gestorben.

TÜRKEI: Im Oktober 2005 erreicht das H5N1-Virus den asiatischen Teil der Türkei. Zwölf Menschen erkranken, vier davon sterben.

UKRAINE: Im Dezember 2005 wird bekannt, dass der Erreger an mindestens elf Orten auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim aufgetreten ist.

VIETNAM: Den ersten H5N1-Ausbruch bei Hühnern meldet Vietnam im Januar 2004 an die OIE. Das Land hat mit bislang 42 Toten die meisten Vogelgrippe-Opfer unter Menschen zu beklagen.

Großbritannien gilt bislang nicht als Vogelgrippeland. Das H5N1-Virus war zwar bei taiwanesischen Finken entdeckt worden, die Tiere verließen die Isolierstation jedoch nicht.