In den Pflichtschulen

6557 Schüler benötigten zusätzliche Hilfe

Oberösterreich
20.09.2026 07:00

Der Förderbedarf steigt in den heimischen Bildungseinrichtungen, weil es immer mehr Kinder mit verschiedensten Einschränkungen gibt. Probleme mit der Finanzierung und dem Datenschutz sorgen allerdings dafür, dass es oft gar nicht so einfach ist.

Seit knapp 26 Jahren gibt es an den heimischen Bildungseinrichtungen Inklusion. Die Zahl jener Kinder, die in Oberösterreich einen sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF) haben, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das zeigen die Zahlen aus dem vorigen Schuljahr. Da gab es an den Allgemeinbildenden Pflichtschulen 6557 Kinder, die eine besondere Unterstützung im Unterricht benötigten.

Ein Fehler im System
Für das aktuelle Schuljahr hat man noch keine Zahlen und das liegt daran, dass der Datenschutz es den Schulen schwierig macht: Wenn ein Kind etwa im Kindergarten eine Förderung bekommen hat, so darf man das nicht an die Volksschule melden. „Das ist ein Fehler im System und da muss man sich unbedingt etwas überlegen“, sagt Franz Bicek, selbst Volksschuldirektor in Linz und Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Lehrer. Denn die Bildungsanstalt muss das betroffene Kind erneut begutachten lassen und wieder den Förderbedarf anmelden. Das kann mitunter über ein Jahr dauern.

Die Regierung plant eine Neuregelung
Aber auch die Finanzierung macht es nicht einfacher, Kinder beim Besuch einer Regelschule entsprechend zu unterstützen. Es fehlt schlicht und ergreifend am Geld. „Beim sonderpädagogischen Förderbedarf an Schulen liegt die Verantwortung beim Bund. Hier braucht es endlich eine nachhaltige Lösung auf Bundesebene. Die Anhebung des SPF-Deckels ist im Regierungsprogramm ausdrücklich vorgesehen und muss rasch umgesetzt werden. Das Land kompensiert mit eigenen Mitteln, was aufgrund der bundesrechtlichen Deckelung nicht abgedeckt wird, und erhöht dafür kontinuierlich die Mittel“, heißt es dazu aus der Bildungsdirektion OÖ auf Nachfrage der „Krone“.

Bei den Kindergärten sind allerdings die Gemeinden und Städte zuständig. Und weil es da auch mitunter finanziell schwierig ist, leistet das Land einen Beitrag und beteiligt sich an der Finanzierung der Integrationskräfte.

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