Gefahr für Hunde

Wiener sammelte über 5000 Scherben im Park

Klima & Umwelt
20.09.2026 12:00

Weil es die Stadt es nicht selbst tat, wurde der Anrainer Stefan M. im Auer-Welsbach-Park im 15. Bezirk nun selbst zum Sammler. 5000 Scherben sammelte er mittlerweile. Warum? Das hat er der „Krone“ erzählt. 

Seit vier Wochen schlägt Stefan M. wegen unzähliger Scherben im Auer-Welsbach-Park im 15. Bezirk Alarm. Mehrmals habe er sich an die Stadtgärten (MA 42) gewendet und seine Beschwerden über die App „Sag’s Wien“ an die Stadt herangetragen.

Doch das Warten dauerte ihm zu lange. Kurzerhand beschloss er, selbst tätig zu werden und die Verletzungsfallen einzusammeln. „Mein Ziel waren 1001 Scherben, jetzt sind es 5000 geworden“, schildert der M.

Die Sammelaktion startete er, um einerseits Gutes zu tun und andererseits auf die Gefahr hinzuweisen. In den Wiesen spielen immerhin die Kinder. Aber auch Hunde könnten sich so die Pfoten aufschneiden.

M. sammelte 5000 Scherben
M. sammelte 5000 Scherben(Bild: Martin A. Jöchl)

Hund „Hugo“ war Mitgrund
Nicht zuletzt wegen seines eigenen, erst vier Monate alten Welpen hatte ihn die Untätigkeit der Stadt so gestört.

Nun wolle er aber die „Fackel weitergeben“, wie er sagt. „Die nächsten Scherben darf jemand anders einsammeln“, so der Anrainer. Der Aufwand an sich sei nämlich gar nicht so groß. „Man schafft locker 500 Scherben pro Stunde“, erklärt er.

Was er jetzt mit der Wanne voll Scherben tut, die bei ihm Zuhause steht? „Das ist eine gute Frage“, so M. Eine Idee hätte er aber schon: „Die Scherben sind ja teilweise viele Jahre alt. Ich könnte mir vorstellen, dass sie irgendwann im Rahmen eines Kunstprojekts Verwendung finden“, sagt er.

Einstweilen bleiben sie „an einem sicheren Ort in seiner Wohnung.“ Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ) lobt das Engagement des Anrainers. Denn davon profitiere die Zivilgesellschaft. Er selbst habe ihn mittlerweile in sein Büro eingeladen, um mit ihm zu sprechen.

Die Scherben im Park entstanden durch Baustellen, stammen aber auch aus der Vergangenheit. Im Park befand sich im 19. Jahrhundert etwa ein Ziegelofen.

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