Gleich drei brutale Raubüberfälle beschäftigen derzeit die Wiener Polizei. Innerhalb weniger Stunden wurden am Samstag Männer in der Landstraße, in Ottakring und in der Innenstadt attackiert und ausgeraubt. In einem Fall waren die Täter sogar mit Messer und Schusswaffe bewaffnet. Bislang fehlt von ihnen jede Spur.
Besonders bedrohlich begann der Samstag für einen 18-Jährigen auf der Landstraßer Hauptstraße. Gegen 6.30 Uhr wurde er vor einem Lokal von drei Unbekannten mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht. Der junge Mann übergab sein Handy und seine Geldbörse und lief davon.
Opfer bis zum Hotel verfolgt
Doch die Angreifer ließen offenbar nicht von ihm ab. Sie verfolgten den 18-Jährigen bis zu einem Hotel im 2. Bezirk. Dort konnte er sich schließlich in Sicherheit bringen. Angestellte alarmierten die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Der 18-Jährige blieb laut eigenen Angaben unverletzt.
Nur wenige Stunden später kam es in Ottakring zum nächsten Raub. Zeugen beobachteten gegen 20.10 Uhr, wie ein Unbekannter einen 58-Jährigen im Innenhof einer Wohnhausanlage zu Boden schlug und mit dessen Rucksack flüchtete. Das Opfer erlitt Kopfverletzungen und musste ins Spital gebracht werden. Selbst eine Fahndung mit Polizeihunden und Hubschrauber führte nicht zum Täter.
Dritter Überfall: Zwei Männer verletzt
In der Nacht auf Sonntag folgte schließlich der dritte Fall. Gegen 2 Uhr wurde die Polizei wegen einer Auseinandersetzung zum Franz-Josefs-Kai gerufen. Dort trafen die Beamten auf zwei verletzte Männer im Alter von 28 und 40 Jahren.
Täter weiterhin flüchtig
Mehrere Unbekannte sollen auf die beiden eingeschlagen und eingetreten haben. Als Zeugen die Polizei verständigten, schnappten sich die Angreifer den Rucksack eines Opfers und flüchteten. Der 28-Jährige konnte nach der Versorgung durch die Rettung nach Hause. Der schwerverletzte 40-Jährige musste ins Krankenhaus. In allen drei Fällen ermittelt das Landeskriminalamt. Die Täter sind weiterhin flüchtig.
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