Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mithilfe der eigenen Marine zu gewährleisten. Man wolle nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten, teilte die Regierung in Rom am Donnerstag mit.
Wenn die Seeroute nicht befahren werden könne, habe das erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, warnte Verteidigungsminister Guido Crosetto. „Wir dürfen nicht zulassen, dass bürokratische Entscheidungsverzögerungen eine ohnehin schon komplexe Situation verschärfen.“ Crosetto versicherte gleichzeitig: „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen.“

Die mit dem Iran verbündete schiitische Houthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge. Die USA und die EU versuchten mit Militäreinsätzen bereits, Handelsschiffe besser vor Angriffen der Miliz zu schützen.
Houthis versichern: Verschonen Schiffe aus den USA und Israel
Angesichts der erneuten Gefechte im Jemen haben sich Vertreter der US-Regierung mit Vertretern der Houthi-Miliz zu direkten Gesprächen getroffen. Bei dem Treffen in der US-Botschaft im Oman hätten die Houthi zugesichert, rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer und dem Golf von Aden keine Schiffe der USA und Israels anzugreifen.
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