Nachdem Anfang August jener Wolf getötet wurde, der für mehrere Risse im Montafon (Vorarlberg) verantwortlich war, stellt sich nun heraus: An den Rissen war noch ein zweiter Wolf beteiligt.
Ein Wolf hatte im vergangenen Sommer für Angst und Schrecken unter Landwirten auf Alpen im Montafon gesorgt. Dort war der Beutegreifer mehrfach unterwegs, auch auf Rinder und Esel ist er losgegangen. Ein Rind erlag den Verletzungen durch den Wolf, ein Kalb und ein Esel mussten nach den Angriffen getötet werden.
Schließlich wurde der Problemwolf erlegt. Eine Untersuchung an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien bestätigte, dass es sich bei dem getöteten Tier tatsächlich um jenen Wolf handelte, der für die Risse verantwortlich war. Doch die Untersuchung brachte auch eine Überraschung zutage: An den Rissen waren zwei Wölfe beteiligt, wie Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Mittwoch berichtete. Der zweite Wolf dürfte noch durch die Lande streichen.
Gantner berichtete zudem von einem weiteren Riss im Bezirk Bludenz, der sich erst am Samstag zugetragen hat. In diesem Fall wurde ein Schaf getötet. Eine Entnahme des dafür verantwortlichen Wolfs ist laut Landesrat derzeit nicht geplant.
Die Entnahme des Schadwolfs im August habe aber einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung eines intakten Alpbetriebs geleistet, betonte Gantner.
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