Bessere Noten

Vorarlbergs Spitäler punkten bei der Ausbildung

Vorarlberg
16.09.2026 14:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die junge Generation der Mediziner stellt den Vorarlberger Krankenanstalten ein zunehmend gutes Zeugnis aus. Bei der jüngsten Befragung der Österreichischen Ärztekammer, die von der ETH Zürich wissenschaftlich ausgewertet wurde, schob sich das Ländle im Vergleich der Bundesländer auf den fünften Rang vor.

Der fünfte Platz im Bundesländervergleich ist durchaus erfreulich, denn vor zwei Jahren lag Vorarlberg noch an letzter Stelle, im Vorjahr belegte das Land den sechsten Platz. Die Beteiligung bei der aktuellen Umfrage war besonders hoch: Dreiviertel der 452 angehenden Ärzte gaben ihre Einschätzung ab, was den höchsten Wert im gesamten Bundesgebiet darstellt.

Spitzenwerte in der Anästhesiologie und Intensivmedizin
Auf einer Skala bis maximal sechs Punkte erreichte Vorarlberg eine Gesamtnote von 4,80. Damit liegt das Land über dem österreichischen Durchschnitt von 4,76 Punkten. Die Höchstnote sicherte sich das Burgenland mit 4,88 Punkten, während Wien mit 4,65 Punkten das Schlusslicht bildet. Die Nachwuchskräfte bewerteten fast alle Bereiche besser als im Vorjahr, darunter die Fachkompetenz, die Lernkultur und das Führungsklima an den jeweiligen Stationen. Eine Spitzenposition nimmt Vorarlberg bei der Ausbildung in der Anästhesiologie und Intensivmedizin ein, die österreichweit am besten abschnitt. Auch die Innere Medizin schaffte es unter die drei besten Bundesländer.

„Es ist erfreulich zu sehen, dass sich die Ausbildungsqualität in Vorarlberg weiterhin verbessert und die erarbeiteten Veränderungen Wirkung zeigen“, betonte Luca Gallastroni, Sprecher der Vorarlberger Turnusärzte. Er mahnte jedoch vor Sparmaßnahmen und Strukturreformen, die diesen Trend stoppen könnten. Damit sich diese positive Entwicklung fortsetzt, forderte er eigene Leitungen für den Ausbildungsbereich an allen Abteilungen sowie mehr zeitliche Freiräume für die ausbildenden Mediziner.

Erfahrungsaustausch mit Spitzenabteilungen
Ruth Krumpholz, Vorsitzende des Ausschusses für ärztliche Ausbildung in der Vorarlberger Ärztekammer, sah den eingeschlagenen Kurs bestätigt. Für sie zeigt das Ergebnis eindeutig, dass sich die Bemühungen der Ärztekammer lohnen. Die Ausbildung sei stärker in den Fokus der Verantwortlichen gerückt. Um die Qualität weiter zu steigern, will sie auf den Erfahrungsaustausch mit hervorragend bewerteten Abteilungen, einheitliche Abläufe und gezielte Fortbildungen für das ausbildende Personal setzen.

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