In mehreren Etappen ziehen heuer etwa 1200 Rinder von den Bergen oberhalb der Messestadt zurück ins Tal. Am kommenden Samstag erwartet die Menschen in der Enz ein großes Fest – hunderte Tiere werden eintreffen.
Die ersten Herden haben die Dornbirner Alpen bereits verlassen und weiden nun wieder nahe an den Wohngebieten. Den Auftakt machten am vergangenen Samstag die Tiere von Ilgenwald, Valors, Kobel-Obersehren und Jägerswald. Während Helfer manche Rinder mit Transportern fuhren, marschierten etwa 100 Tiere der Alpe Kobel-Obersehren zu Fuß bis zur Viehscheide bei der Enz.
Trockenheit wurde zum Problem
Das Wandern folgt einem alten Muster. Im Frühjahr fressen die Jungtiere im Ried, ehe sie auf die Unteralpen ziehen. Erst im Hochsommer geht es ganz hinauf auf die Hochalpen, wo das Gras erst spät wächst. Fällt oben zu wenig Regen oder geht das Futter aus, wandern die Herden wieder bergab. Heuer war genau das die Herausforderung: Die Trockenheit machte den Älplerinnen und Älplern ordentlich zu schaffen.
„Der Alpabtrieb gehört seit vielen Jahren zum Dornbirner Jahreslauf und bringt Landwirtschaft und Bevölkerung zusammen“, betont Bürgermeister Markus Fäßler. Am kommenden Samstag könnten die Besucher den Alpabtrieb bei der Enz miterleben und gleichzeitig mehr darüber erfahren, wie wichtig die Alpwirtschaft für Dornbirn sei. Rund 560 Rinder von den Alpen Gschwend, Unterfluh-Altenhof und Gunzmoos-Obermörzel werden zwischen 12 Uhr und 14.30 Uhr eintreffen und an ihre Besitzer übergeben.
Eine Woche später, am 26. September, folgt der letzte große Tross. Etwa 300 Tiere vom Wöster, von Laubach, Nest und Hasengerach treffen gegen 13 Uhr bei der Enz ein – dann allerdings ohne Musik und Festzelt.
Geduld im Straßenverkehr gefragt
Wer an diesen Samstagen auf der Ebniterstraße oder der Gütlestraße unterwegs ist, braucht etwas Geduld. Weil die Herden die Straßen nutzen, kommt es immer wieder zu kurzen Sperren. Auch die Busse halten zeitweise an.
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