Taxi-Kontrolle in Wien

Dutzende Anzeigen und eine Festnahme

Wien
16.09.2026 13:45

Gefälschter Taxiausweis, Fahren ohne Führerschein und Arbeit trotz Krankenstand: Über 90 Anzeigen und eine Festnahme sind das Ergebnis einer Schwerpunktkontrolle in Neubau und Alsergrund.

Die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt kontrollierte am Dienstag 50 Taxis, Kleintransporter und Essenslieferanten. Mit dabei waren die Wiener Polizei, der Arbeitsmarktservice (AMS), die Taxi-Innung der Wirtschaftskammer und das Marktamt (MA 59). 

Die Bilanz: Eine Festnahme nach Fremdenpolizeigesetz und rund 80 Anzeigen – unter anderem wegen eines gefälschten Taxiausweises sowie fehlender Ortskenntnisse, Lenkberechtigungen und Taxilenkerausweise. Hinzu kamen mangelhafte Fahrzeuge und ein nicht geeichter Taxameter. 

Krankenstand-Betrug aufgeflogen
Das AMS erstattete 13 weitere Anzeigen: Fünf nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz, sechs nach dem Sozialversicherungsgesetz und zwei nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz.

Besonders schwer wiegt ein Fall, bei dem eine Person trotz langem Krankenstands gearbeitet haben soll. Sie muss nun mehrere tausend Euro zurückzahlen.

Das Marktamt zeigte zudem eine weitere Person wegen unbefugter Gewerbeausübung an und beanstandete vier gewerberechtliche Geschäftsführer.

Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen erklärt: „Die Voraussetzung für ein faires Wirtschaftsleben ist, dass sich Gewerbetreibende an die geltenden Regeln halten. Unsere Kontrollen schützen jene, die sich an die Spielregeln halten und gehen gegen jene vor, die sie missachten. Eine enge Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden ist dabei essenziell“.

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