Seit die Neutorsperre am ersten Schultag eingerichtet wurde, herrscht Dauerstau. Das allerdings vor allem für Öffi-Nutzer. Mit Arbeiten am Makartplatz ist aber auch eine weitere, wichtige Verkehrsader blockiert. Warum zeitgleich? Die „Krone“ hat nachgehakt.
Minutenlanger Stillstand in einer Unterführung in der Stadt Salzburg. Rote Bremslichter, Hupen, Busse stehen still. Sie sollten eigentlich auf den Müllnerhügel abbiegen – doch dieser ist verstopft.
Auch am zweiten Tag nach der Neutorsperre geht es in der Stadt Salzburg chaotisch zu. Nicht direkt vor dem gesperrten Tor, aber rundherum. Auch die Imbergstraße – wie jeden Tag seit der Großbaustelle am Makartplatz – ist komplett verstopft.
Dabei wollte Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) diese Baustelle erst gar nicht in dieser Form: „Ich hätte gerne gehabt, dass die Arbeiten dort in der Nacht passieren.“ Generell müsse man sich anschauen, was noch zu verbessern sei: „Die Menschen waren zum Start der Neutorsperre vernünftig. Ich glaube an das Gute im Menschen“, so Auinger.
Die Festspiele haben sehr kurzfristig gesagt, wann genau sie bauen wollen. Normalerweise braucht so eine Baustelle zwei bis drei Jahre Vorlaufzeit.

Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl
Bild: Andreas Tröster
Warum wird zeitgleich an zwei Großbaustellen gewerkt? Das beantwortet der zuständige KPÖ-Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl: „Die Baustelle am Makartplatz wurde seit Jahren geplant und die Salzburg AG hat dort zu bauen angefangen.“
Bis 2029 werden Kanal, Wasser- und Stromleitungen verlegt. „Die Festspiele haben sehr kurzfristig heuer im Jänner gesagt, wann genau sie bauen wollen“, so der Vizebürgermeister.
Dabei scheint Dankl zu vergessen, dass seit Jahren über das gigantische Festspielprojekt samt Neutorsperre diskutiert wird. Zudem stimmte seine KPÖ schon am 5. Dezember 2024 für die nun umgesetzte Neutorsperre.
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