Rekordpreise

Wer soll sich den Sprit noch leisten können?

Salzburg
16.09.2026 06:00

So viel Geld fürs Tanken? Dieser Gedanke dürfte derzeit vielen Autofahrern durch den Kopf gehen. Die Spritpreise steigen und der Ärger über die hohen Kosten wächst. Die „Krone“ hat sich bei den Autofahrern in Salzburg über die aktuellen Rekordpreise umgehört.

Der Blick auf die Preise bei den Zapfsäulen sorgt derzeit bei vielen Autofahrern für Unzufriedenheit. Tanken ist wieder deutlich teurer geworden. Es stellt sich die Frage, wie lange man sich das noch leisten kann oder will. Der bisherige Rekordpreis lag bei 2,245 Euro pro Liter Diesel Ende März dieses Jahres. An einer Tankstelle in Wals-Siezenheim ist die Marke gestern geknackt worden: Autofahrer müssen mittlerweile schon fast 2,35 pro Liter blechen.

Bei einem Lokalaugenschein kostete der Liter Diesel bereits 2,35 Euro an einer Tankstelle in ...
Bei einem Lokalaugenschein kostete der Liter Diesel bereits 2,35 Euro an einer Tankstelle in Wals-Siezenheim.(Bild: Markus Tschepp)

Ende August wurde die Spritpreisbremse der Regierung extra noch einmal für den September verlängert. Aktuelle Ersparnis durch die gesenkte Mineralölsteuer: 1,9 Cent pro Liter. Wie es scheint, zu wenig. Die „Krone“ hat sich im Bundesland umgehört, was die Menschen zu den aktuellen Rekordpreisen an der Zapfsäule sagen.

Noch haben Sandra und Angelina gut lachen: Über die Preise sind sie nicht erfreut.
Noch haben Sandra und Angelina gut lachen: Über die Preise sind sie nicht erfreut.(Bild: Markus Tschepp)

„Mit den Preisen ist niemand zufrieden“
Für Sandra Krstic aus Eugendorf ist der Pkw im Alltag unverzichtbar. „Ich bin vor allem wegen der Arbeit auf das Auto angewiesen. Da hat man keine große Wahl“, erzählt sie. Umso mehr schmerzt der Blick auf die Tankrechnung. „100 Euro fürs Tanken auszugeben, macht definitiv keinen Spaß. Mit den derzeitigen Preisen ist niemand zufrieden.“

Ich bin auf das Auto angewiesen, vor allem wegen der Arbeit. Da hat man keine große Wahl. Aber Hunderte Euro fürs Tanken auszugeben macht definitiv keinen Spaß. Mit den Preisen ist niemand zufrieden.

Sandra Krstic

(Eugendorf)

In Deutschland ist es wegen der Steuer noch viel teurer. Aber auch hier wird es mittlerweile schon richtig unangenehm. Ich versuche, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden, weil man das ordentlich auf dem Konto merkt.

Alexander Tohm

(Bergheim)

Ähnlich sieht das auch Alexander Tohm aus dem Bergheimer Ortsteil Muntigl: „Ich fahre viel mehr mit dem Fahrrad“, erzählt er an einer Tankstelle. Bester Beweis: Er ist mit E-Bike da, um sich etwas zu trinken zu kaufen.

Claudia Sturm aus Nordrhein-Westfalen verbringt derzeit ihren Urlaub auf einem Campingplatz in St. Martin bei Lofer, hat dabei aber auch die Preisentwicklung in ihrer Heimat im Blick. „Wir verfolgen die Spritpreise bei uns in Deutschland natürlich. Dort sind sie noch höher als in Österreich“, sagt Sturm. Die hohen Preise könnten sogar ihre Urlaubsplanung beeinflussen: „Wir überlegen sogar, den Urlaub hier auf dem Campingplatz in St. Martin zu verlängern.“

Wir verfolgen die Spritpreise bei uns in Deutschland genau. Dort sind sie derzeit noch höher als in Österreich. Deshalb überlegen wir sogar, unseren Urlaub hier auf dem Campingplatz zu verlängern.

Claudia Sturm

(Nordrhein-Westfallen)

Mir sind die Preise egal, weil ich für eine Firma unterwegs bin. Aber es fällt schon auf. Meine Partnerin hat ein eigenes Auto – da ist das schon ein bisschen heftig. Die Politik müsste etwas machen, damit es leistbarer wird.

Florian Mairhofer

(Wiener Neustadt)


Egal sind die aktuellen Preise Florian Mairhofer aus Wiener Neustadt und Beltain Schmid aus Südtirol. Beide sind beruflich unterwegs, den Sprit zahlen die Firmen. Aber: „Meine Partnerin hat ihr eigenes Auto – da ist das schon heftig“, sagt Mairhofer. Schmid sieht die Preise in Österreich ähnlich wie in Italien: „Den großen Unterschied gibt es hier nicht mehr“, erzählt er.

Auch Günther Wölfl, Transport- und Tankstellenunternehmer, spürt die gestiegenen Preise. Die höheren Kosten müssten letztlich an die Kunden weiterverrechnet werden – bei Transportleistungen und an der Tankstelle. „Für die Kunden wird es dadurch teurer. Die Moral, so viel zu zahlen, sinkt immer weiter“, so der Unternehmer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung