Ein achtfach vorbestrafter Salzburger (33) muss am 24. September vor einen Schöffensenat des Landesgerichtes: Er soll einem Taxifahrer einen Metallbecher ins Gesicht geworfen und ihn damit absichtlich schwer verletzt haben, lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte sitzt zurzeit in U-Haft.
Es war der 12. Juni, kurz nach Mitternacht: Eine vierköpfige Freundesgruppe rief ein Taxi und wollte zum Europark in den Salzburger Stadtteil Taxham. Bereits bei Fahrantritt zeigte sich der Chauffeur von der freundlichen Seite und erlaubte der Gruppe, mit vollen Gläsern einzusteigen. Doch während der Fahrt hörte der Lenker einen Knall: Einer der Insassen hatte sein Getränk zu Boden geworfen und das Fahrzeug damit verdreckt.
Narbe an der Lippe
Daraufhin stoppte der Taxifahrer die Fahrt, forderte die Insassen zum Verlassen des Autos auf und verlangte 100 Euro für die Reinigung zusätzlich zum Fuhrlohn von 30 Euro. Das löste ein Streitgespräch zwischen dem Lenker und der Gruppe aus. Ein 33-Jähriger attackierte daraufhin den Berufslenker und warf gezielt einen Metallbecher in das Gesicht des Mannes. Die Folge: eine klaffende Wunde an der rechten Lippe, die genäht werden musste.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen deshalb absichtlich schwere Körperverletzung vor: Die Heftigkeit des Angriffs zeige sich daran, dass die Wunde genäht werden musste, heißt es in der Anklage. Der mutmaßliche Angreifer befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft und muss am 24. September zum Prozess in das Landesgericht Salzburg. Das Opfer wird von Anwalt Stefan Rieder vom Opferschutzverein Weißer Ring verteidigt.
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