Die Stadtregierung bilanzierte am Dienstag die Altstadt-Sperre im Juli und August 2026. Sie verzeichnet unter anderem einen Rekordzuwachs bei dem Park & Ride-Angebot. Kritisiert wurde die Regelung dennoch von mehreren Seiten sehr laut. Unter anderem die Wirtschaftskammer Salzburg ist unzufrieden.
Die zweimonatige Sommerregelung der Stadt Salzburg in der Altstadt hat für viel Aufregung gesorgt. Mit einer Sperre des Zentrums für alle Autos außerhalb des Salzburger Zentralraums wollte die Politik Stau und Verkehrschaos auf den Straßen vermeiden. Davon betroffen waren allerdings auch Salzburger Kennzeichen, was für viel Kritik sorgte. Einerseits weil Salzburger in ihrem eigenen Bundesland verkehrstechnisch ausgeschlossen wurden, andererseits aber auch, weil die Sperre teilweise nicht kontrolliert wurde – wie die „Krone“ berichtete.
Trotz aller Kritik zog die Stadt Salzburg am Dienstag positive Bilanz über die Sommerregelung. Eines der kommunizierten Ziele der Stadtregierung war es, den Verkehr an besonders belasteten Tagen, um bis zu rund 1000 Fahrten aus dem Innenstadtbereich hinauszuverlagern. Dieses Ziel sei erreicht worden. Konkrete Zahlen legte die Stadt allerdings nicht vor.
Rekordzuwachs bei Park & Ride
Einen Rekordzuwachs gab es bei der Nutzung der Park & Ride-Angebote. Diese seien im Juli und August 2026 so stark genutzt worden wie in keinem anderen Jahr zuvor. Insgesamt wurden an den Standorten Messezentrum, P+R Süd, Airport und DOC 14.896 Nutzungen verzeichnet. Der bisherige Höchstwert lag im Jahr 2023 bei 11.052 Nutzungen.
Bei den Altstadtgaragen setze sich dieser Effekt fort: Die Mönchsberggaragen waren 2026 an 22 Tagen voll ausgelastet. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 43 Tage. Die Zahl der Vollauslastungstage hat sich damit fast halbiert.
Kritik kam von WKO, FPÖ und ÖVP
Kritik kommt am Dienstag von der Wirtschaftskammer Salzburg. Dass der Verkehr geflossen sei, liege an den häufigen Schönwettertagen im Sommer 2026. Aus Sicht der Wirtschaft hätten sich die Zufahrtsbeschränkungen weder als nachvollziehbare noch als nachhaltige Verkehrslösung erwiesen. Auch ÖVP und FPÖ sprachen sich gegen die Verkehrsregelung aus.
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