Von 16. bis 22. September findet die Europäische Mobilitätswoche statt. Sie soll Städten und Gemeinden die Möglichkeit geben, klimafreundliche und zukunftsweisende Mobilität sichtbar zu machen. In Kärnten kann man bei den Umsteigertagen ausgewählte Öffis kostenlos nutzen und testen.
Auch in Kärnten finden im Rahmen der Mobilitätswoche die sogenannten „Umsteigertage“ statt. Interessierte können dabei eine Woche lang ausgewählte öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen und ausprobieren.
In Klagenfurt sind derzeit 82 Linienbusse im Einsatz, davon 47 Hybridbusse. Das KMG-Liniennetz umfasst rund 272 Kilometer und erschließt etwa 480 Haltepunkte. Drei Hauptlinien – A, B und C – verkehren im Zehn-Minuten-Takt. Zusätzlich gibt es acht Nebenlinien, die im 20-Minuten-Takt unterwegs sind.
Am Donnerstag und Freitag finden jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr die KMG-Infotage am Heiligengeistplatz statt. Dort können sich Besucher über das öffentliche Verkehrsangebot informieren. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel mit Glücksrad.
Freifahrt kostet Schülern viel Geld
Trotz der Werbung für den öffentlichen Verkehr gibt es auch Kritik an den Ticketpreisen. Besonders der Selbstbehalt für die Schülerfreifahrt sorgt für Diskussionen. Dieser wurde auf 29,60 Euro erhöht und damit nahezu verdoppelt. Die FPÖ kritisiert, dass dadurch Familien zusätzlich belastet werden. „Diese Mehrbelastung wird von Land und Bund verursacht“, lautet die Kritik.
Der Selbstbehalt von 29,60 Euro gilt allerdings nur für ein örtlich begrenztes Angebot. Möchten Schüler die Freifahrt im gesamten Klagenfurter Stadtgebiet nutzen, müssen die Eltern einen Selbstbehalt von 120 Euro bezahlen. Kritiker sehen darin eine zusätzliche finanzielle Belastung für Familien, die ohnehin mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Damit wird die Diskussion um die Förderung des öffentlichen Verkehrs auch zu einer Frage der Leistbarkeit für Eltern und Schüler.
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