Sheeran völlig allein?

Nach Macklemore-Eklat springen jetzt alle ab!

Society International
16.09.2026 10:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Wirbel um Ed Sheerans USA-Tour eskaliert! Nach dem Rauswurf von Macklemore ziehen nun auch Aaron Rowe, Lukas Graham, Beoga und Finneas O‘Connell die Reißleine. Damit steht der Superstar plötzlich ohne Support-Acts da und der Streit um den Nahost-Konflikt überschattet seine Tour.

„Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher“, teilte der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe bei Instagram mit. „Free Palestine“ schrieb der Musiker am Ende seines Statements.

Lukas Graham, der ebenfalls als Support-Act in den USA auftreten sollte, schrieb in einem Statement: „Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die das Recht haben, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben.“ Auch die Band Beoga und Finneas O‘Connell, auch bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, sagten ihre Teilnahme an den noch ausstehenden Tourdaten auf Instagram ab.

Als Vor-Act von Ed Sheeran hat US-Rapper Macklemore (hier bei einem Auftritt im Jahr 2023) mit ...
Als Vor-Act von Ed Sheeran hat US-Rapper Macklemore (hier bei einem Auftritt im Jahr 2023) mit „Free Palestine“-Rufen viele Fans vor den Kopf gestoßen, die sich Musik und keine politischen Äußerungen anhören wollten. Nach Protesten wurde er deswegen von der Tour ausgeschlossen.(Bild: AP/Jack Plunkett)

Sheeran ohne Support
Berichten zufolge haben damit alle verbleibenden Support-Acts ihre Teilnahme abgesagt. Sheeran ist mit seiner „Loop“-Tour noch bis November in den USA unterwegs, danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika angesetzt.

Zuvor hatte Macklemore mitgeteilt, dass „Ed Sheeran und sein Team“ ihn aus der Tour gestrichen hätten. Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: „Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.“

Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.

Sheeran: Entscheidung des Tourveranstalters
Ed Sheeran bezog ebenfalls Stellung: Das sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran am Dienstag auf Instagram. Er selbst habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und „Aktivisten auf beiden Seiten“ gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, aber ohne Erfolg. Unterdessen kündigten weitere Musiker an, nicht mehr im Rahmen von Sheerans Tour auftreten zu wollen.

Er sei „entsetzt“ vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten, schrieb Sheeran weiter. „Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist.“

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