Die in Graz geborene Künstlerin Petra Maitz kämpft mit ihrer Kunst seit Jahren für den Erhalt der Korallenriffe. Kollektiv hergestellte Häkelarbeiten sollen für die bedrohten Riffe sensibilisieren. Aktuell arbeitet sie an einem UNO-Projekt auf den Malediven.
Farbenfrohe Korallenriffe aus Garn gehäkelt, sind eines der Markenzeichen der in Graz geborenen, in Hamburg, Wien und Triest lebenden und weltenbummelnden Künstlerin Petra Maitz, die neben Medizin auch Kunstgeschichte und Freie Kunst studiert hat.
Mit ihrem Werk, das nicht einmal auf den ersten Blick etwas mit Handarbeitsklischees zu tun hat, geht es ihr nicht zuletzt um niederschwellige Berührungspunkte mit einem Publikum, das gemeinhin nicht als kunstaffin eingestuft wird. So kann sie auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen, das immer brisanter wird – die Zerstörung der Korallenriffe durch menschliche Eingriffe und ungezügelte Profitgier.
Gemeinsames Häkeln soll für bedrohte Riffe sensibilisieren
Die Kunst von Petra Maitz ist seit ihren Anfängen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Biologie und Umweltaktivismus angesiedelt. Mit ihrem Langzeitprojekt „Lady Musgrave Riff“ war sie erstmals im Jahr 2007 in der Grazer Neuen Galerie zu Gast. Schon damals handelte es sich um eine kollektive Arbeit, in der sie Frauen und Männer anheuerte, um eine Vielzahl an Korallen frei nach der Fantasie zu häkeln. Die Gemeinschaft in der Natur – symbolisiert in einem Korallenriff – wurde so durch die menschliche Gemeinschaft gespiegelt. Bis heute arbeitet die Künstlerin mit diesem Ansatz an der Rettung der bedrohten Korallen.
Workshops für Touristen
Was ihr Anliegen angeht, kennt Petra Maitz auch keine Berührungsängste. Aktuell arbeitet sie mit dem Kandima-Resort, einem großen Hotel auf den Malediven, zusammen am Projekt „Art Meets Ocean“, um dort von 21. September bis 5. Oktober auch Touristen auf die bedrohte Natur aufmerksam zu machen. Auf dem Programm stehen Gespräche, aber auch eine Reihe von Workshops, in denen zur Häkelnadel gegriffen wird.
Dies Projekt „Art Meets Ocean“ ist auch Teil eines eigenen Entwicklungsprogramms der UNO für die Malediven, das Kunst und Biodiversität zusammenbringt, um die unvergleichliche Natur des Inselstaates langfristig zu schützen.
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