Bilanz von Speed-Coach

ÖSV: Kein Durchschnitt – weniger soll mehr sein

Ski Alpin
16.09.2026 08:03

„Es war so viel Schnee wie lange nicht mehr, richtiger Winter“, strahlte Andreas Evers. Dessen Speed-Team am Montag das fast vierwöchige Ski-Camp in Chile beendete. Die Bilanz? „Wir haben gut gearbeitet, viel weitergebracht, speziell in der Abfahrt.“

Was im internationalen Vergleich nur bedingt auf den Prüfstand gestellt wurde: „Die zwei Norweger waren drüben – da haben wir ganz gut ausgeschaut“, grinste Evers. „Aber es wird oft Material getestet, der Schwerpunkt anders gelegt – das hat daher wenig Aussagekraft.“

Die Bedingungen waren speziell anfangs in La Parva ideal, in Portillo machte das Wetter nicht wie erhofft mit. „Es war nicht immer perfekt - aber das ist es im Weltcup auch nicht“, so Evers, der lobt: „Die Dynamik im Team war gut.“

Vincent Kriechmayr
Vincent Kriechmayr(Bild: GEPA)

„Fünf sind das Limit“
In einem heuer abgespeckten – denn die „WC1“ zählt nur noch fünf Athleten. Im Vorjahr waren es in der Elite-Gruppe noch sieben. „So können wir noch effektiver und individueller arbeiten – fünf sind das Limit. Sonst produzierst du zu viel Durchschnitt“, nickt Evers. Den Österreichs Abfahrer zuletzt zu häufig hatte: Seit Klaus Kröll 2012 gab es kein Kristall, im Vorjahr beendete Vincent Kriechmayr gar eine fast dreijährige Zeit ohne heimischen Abfahrtserfolg.

Ein Hoffnungsträger von einst beendete indes seine Karriere: Christoph Krenn (32), 2018 Sechster in Beaver Creek, hört nach seiner im März 2024 erlittenen Knieverletzung auf.

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