Seltene Instrumente

Oboe und Fagott: Die Stiefkinder in der Musik

Kärnten
14.09.2026 12:00

Oboe und Fagott zählen zu den am seltensten gewählten Instrumenten an den Kärntner Musikschulen. Doch wer sich doch für eines der beiden Holzblasinstrumente entscheidet, bereut dies keine Sekunde.

Es gibt „Stiefkinder“ und „Königskinder“ beim Instrumentenangebot an den Musikschulen Kärntens. Ganz oben in der Hitliste ist das Klavier! „Da herrscht Ansturm, allein im Vorjahr hatten wir 1673 Pianisten“, so Projektmanagerin Lisa Leitich. Drauf folgt die Gitarre (1644 Schüler), die Steirische Harmonika (763 Schüler) und die Violine (482 Schüler).

Oboenlehrerin Mildner. Nur 51 Kärntner lernen in Kärnten ihr Instrument.
Oboenlehrerin Mildner. Nur 51 Kärntner lernen in Kärnten ihr Instrument.(Bild: Musikschule Spittal)
Sophia Brunner (18) ist nun Studentin am Mozarteum.
Sophia Brunner (18) ist nun Studentin am Mozarteum.(Bild: Erich Auer)

Nur 33 Kärntner wollen hingegen das warm, tief, ausdrucksstark und melancholisch klingende Fagott erlernen. „Es gibt kein schöneres Instrument, ich lasse es nicht mehr los“, sagt Johanna Gigler (15) aus Kleblach Lind. Zehn Jahre wird sie bereits von Johann Brunner, Fagottlehrer und Direktor der Musikschule Spittal, unterrichtet. Ihr Fagott hat eine Rohrlänge von 2,87 Metern: „Es ist einfach großartig.“ Gigler räumte in den vergangenen Jahren bei prima la musica-Landes- und Bundeswettbewerben zahlreiche Preise ab: „Es steht fest, ich werde Fagott studieren.“

Musikschuleinschreibung

Die Einschreibung fürs Schuljahr 2026/ 27 finden am 14. September, von 16 bis 18 Uhr, an allen Musikschulstandorten statt. Online: musikschule.ktn.gv.at

Die Oboe – derzeit nur 51 Schüler – klingt warm und klar, ähnelt sogar der menschlichen Stimme. „Es ist die schönste Klangfarbe, die ich kenne“, sagt Sophia Brunner (18). In vier Wochen beginnt ihr Studium am Mozarteum in Salzburg. „Ich habe die Oboe mit neun Jahren entdeckt und lieben gelernt.“

Das Musizieren erfordert aber viel körperliche Kraft. „Auch das Mundstück, welches aus einem Rohrholz geschnitzt wird, ist etwas Besonderes“, so Sabine Mildner. Die Oboenlehrerin aus Oberkärnten meint: „Das Instrument ist vielfältig, kann solistisch, im Orchester oder auch im Ensemble eingesetzt werden.“ Die Einschreibung findet heute, Montag, an allen 82 Kärntner Musikschulstandorten statt.

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