Die wirtschaftlichen Zeiten sind für NÖs Betriebe nicht leicht und es wird auch dauern, bis sie es wieder werden. Und dennoch rechnen nur 15 Prozent der 67.153 Betriebe aus Gewerbe und Handwerk mit einem Rückgang bei der Anzahl ihrer Beschäftigten. Der Rest ist positiv gestimmt.
Niederösterreichs Gewerbe und Handwerk bildet mit 7900 Lehrlingen fast die Hälfte aller Berufsanwärter im Land aus. Die Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter ist hier besonders groß, wie das aktuelle Barometer der NÖ Wirtschaftskammer zeigt: Vier von fünf Betrieben möchten ihren Beschäftigtenstand in den nächsten Monaten halten. Fünf Prozent planen sogar, Leute aufzunehmen.
Erste Lichtblicke zu erkennen
Das freut nicht nur Jochen Flicker, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk. „Selbst unter wirtschaftlich nicht einfachen Bedingungen machen unsere Unternehmen alles, um ihre Mitarbeiter zu halten“, betont Flicker. Die Lage bleibt angespannt, aber es zeichnen sich erste Lichtblicke bei neuen Aufträgen und Kapazitätsauslastungen ab. Die Betriebe wollen deshalb in Ökologie, Nachhaltigkeit und Innovationen investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Lohnnebenkosten senken
Wer kein Geld in die Hand nimmt, dem sei die Lage noch zu unsicher. Entsprechend wichtig sind für Flicker Maßnahmen, zur Stärkung der Finanzkraft der Unternehmen und damit verbunden des Vertrauens in den Wirtschaftsstandort. „Die Senkung der Lohnnebenkosten und eine Entrümpelung bei den bürokratischen Anforderungen für unsere Betriebe gehören da an vorderster Stelle dazu. An beiden führt kein Weg vorbei.“
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