Toten-Hosen-Konzert

Campino feuert: „Kein ,Nazis raus‘-Ruf zu viel“

Musik
12.09.2026 22:24

Das Wiener Ernst-Happel-Stadion war am Samstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt: Die Toten Hosen gaben vor 55.000 Fans ein Livekonzert. Frontmann Campino fand – wie erwartet – erneut klare Worte gegen Neonazismus und rechtsextreme Ideologien (siehe Video oben). Zuvor lederte bereits eine Wiener Vorgruppe gegen FPÖ-Chef Herbert Kickl. 

kmm

Der 64-Jährige nahm auch zum AfD-Erfolg im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt sowie dem aktuellen Vormarsch rechter Parteien in Europa Stellung. „Die Rechtsextremen glauben, ihre Stunde ist gerade gekommen. Sie schreiben in Kommentarspalten, dass sich Bands nicht politisch äußern sollen. Das ist so lächerlich!“ Campino betonte: „Für uns aber ist klar: Wenn man auf einem Konzert der Toten Hosen ist, dann ist man auf einem Anti-Nazi-Konzert – und zwar seit 1982!“

Campino
Campino(Bild: Leserreporter)
Campino
Campino(Bild: Leserreporter)

„Wir ticken alle gleich ...“
Kurz darauf wurde es laut: „Scheiß FPÖ“ und „Nazis raus!“, riefen viele Zuschauer. Campino: „Unsere persönliche Lieblingsstelle an jedem Abend, wenn ihr das macht. Wir wissen ja, wir ticken alle gleich, deshalb ist kein ,Nazis raus‘-Ruf zu viel.“ Der Leadsänger der Toten Hosen setzt sich bereits seit vielen Jahren öffentlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und die AfD ein. Während des Konzerts wurden auch bengalische Feuer gezündet. 

Videos vom Konzert der Toten Hosen: 

„Kleiner Giftzwerg“: Wiener Band ledert gegen FPÖ-Chef
Doch es blieb nicht die einzige politische Botschaft an diesem Abend. Eine der Vorgruppen der Toten Hosen war die vierköpfige Wiener Band Leftovers, eine junge Alternative-, Punk- und Grunge-Rock-Gruppe. Politisch wird die Band klar dem linken Spektrum zugeordnet. Dementsprechend waren ihre Botschaften während ihres Auftritts im Happel-Stadion gegen Rechts gerichtet: „Antifaschista“, brüllte Leadsänger Leonid immer wieder ins Publikum.

Er legte noch einen drauf: „Der nächste Song heißt ,F*** dich‘, und ich will diesen Song an einen kleinen blauen Giftzwerg richten“, betonte der 24-Jährige (siehe Video unten). Er erwähnte zwar keinen Namen, aber die Botschaft dürfte wohl an einen bekannten österreichischen Parteichef gerichtet gewesen sein ...

Gleichzeitig animierte er das Publikum, den Mittelfinger in die Höhe zu strecken und lautstark „F*** dich“ zu rufen. 

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