Merz immer unbeliebter

Selbst Unionswähler wünschen sich anderen Kanzler

Außenpolitik
12.09.2026 18:46

Nach der Wahlschlappe der CDU im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt steigt der Druck auf Kanzler Friedrich Merz. Aus der eigenen Partei werden Forderungen nach einem Kurswechsel immer lauter. Und selbst unter Unionswählern wird der Regierungschef immer unbeliebter.  

Die CDU steckt in einer ordentlichen Krise. Nach Sachsen-Anhalt drohen bereits am 20. September zwei weitere Ohrfeigen. Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern läuft alles auf ein historisches Tief für die Partei hinaus, in Umfragen liegt sie gerade einmal bei mickrigen 7 Prozent und kommt der 5-Prozent-Hürde bedroht nahe. In der Bundeshauptstadt Berlin droht ihr zudem der Verlust des Bürgermeistersessels – und in bundesweiten Umfragen rennt ihr die AfD seit Wochen davon.

Nur noch 14% der Deutschen halten Merz für den richtigen Kanzler
Als sei das nicht genug, wird es jetzt auch für Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz persönlich noch ungemütlicher. Nur noch magere 14 Prozent halten den 70-Jährigen für den richtigen Kanzler. 78 Prozent sprechen sich mittlerweile gegen den CDU-Chef im Kanzleramt aus. Besonders dramatisch: Sogar in den eigenen Reihen schwindet der Rückhalt. 58 Prozent der Unionswähler sprechen sich gegen den Kanzler aus, nur 36 Prozent für ihn. Das ist das Ergebnis einer neuen INSA-Umfrage für die „Bild“-Zeitung.

Söder führt auch Ranking unter Unionswählern an
Welcher Unionspolitiker es besser machen könnte? Auf Platz eins liegt CSU-Chef Markus Söder (31 Prozent) vor Hendrik Wüst (20 Prozent, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (13 Prozent). Auch unter Unionswählern ist Söder mit 50 Prozent der klare Favorit, vor Wüst (33 Prozent) und Dobrindt (14 Prozent).

Eine neue Umfrage zeigt: Die Wähler in Deutschland würden Markus Söder als Kanzler gegenüber ...
Eine neue Umfrage zeigt: Die Wähler in Deutschland würden Markus Söder als Kanzler gegenüber Friedrich Merz bevorzugen.(Bild: AFP)

Auch SPD-Chef Klingbeil immer mehr unter Druck
Doch auch beim Koalitionspartner steht die Führung unter Druck. Die Mehrheit (51 Prozent) meint: SPD-Chef Lars Klingbeil ist nicht mehr der Richtige an der Spitze der Sozialdemokraten. Nur 24 Prozent halten noch zu ihm. Immerhin: An der eigenen Basis ist die Stimmung wesentlich besser: 57 Prozent der SPD-Wähler stehen zu Klingbeil als Parteichef, 30 Prozent hingegen wünschen sich jemand anderen.

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