Dem raschen Eingreifen der örtlichen Feuerwehren ist es zu verdanken, dass ein Fassadenbrand in einem ehemaligen Bordell in Reutte in Tirol nicht noch größeren Schaden anrichtete. Eine Polizistin erlitt eine Rauchgasvergiftung.
Am Samstagnachmittag gegen 14.12 Uhr gingen bei der Leitstelle Tirol mehrere Notrufe über einen Brand im Bereich des ehemaligen Urisee-Hotels ein. Bereits bei der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung wahrnehmbar.
Wasserversorgung aus dem Urisee
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Reutte bestätigte sich die Lage: Eine Gebäudeseite stand bereits in Flammen, zudem schlugen die Flammen teilweise über das Dach. Umgehend wurden zwei Atemschutztrupps mit der Brandbekämpfung beauftragt.
Durch das rasche und koordinierte Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand innerhalb kürzester Zeit eingedämmt und schließlich vollständig gelöscht werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung sowie zur Unterstützung bei der Bereitstellung eines Rettungstrupps wurde die Feuerwehr Breitenwang/Mühl nachalarmiert. Diese übernahm unter anderem die Wasserversorgung aus dem Urisee.
Dach musste geöffnet werden
Um auch mögliche Glutnester im Dachbereich zuverlässig ausschließen zu können, wurden im Anschluss gezielte Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dazu musste unter anderem eine Dachöffnung im Bereich des Kamins geschaffen werden. Dank des schnellen Eingreifens der eingesetzten Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden, hieß es vonseiten der Feuerwehr Reutte.
Neben den Feuerwehren standen auch der Rettungsdienst des Roten Kreuz Reutte mit drei Rettungstransportwagen, einem Notarzt sowie einem Einsatzleiter und mehrere Polizeistreifen im Einsatz.
Eine Polizistin erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde zur weiteren medizinischen Versorgung mit einem Rettungstransportwagen in das Bezirkskrankenhaus Reutte eingeliefert.
Großaufgebot der Feuerwehren
Insgesamt standen die Feuerwehr Reutte mit sechs Einsatzfahrzeugen und 32 Einsatzkräften sowie die Feuerwehr Breitenwang/Mühl mit vier Einsatzfahrzeugen und 32 Einsatzkräften im Einsatz.
Der Brand dürfte im Bereich der Mülltonnen ausgebrochen sein. Das Gebäude war bislang von mehreren Personen bewohnt.
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