Nach Migrantensturm

Streit über Ceuta: „Italien hat Grenzen geschützt“

Außenpolitik
12.09.2026 16:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Italiens Außenminister Antonio Tajani hat einen Konflikt mit Spanien wegen der Migrationsfrage zurückgewiesen. „Es gibt keine Krise mit Spanien. Wir haben lediglich die europäischen und italienischen Grenzen geschützt und verteidigt, um die Sicherheit zu gewährleisten“, sagte Tajani.

Tajani verwies auf die Lage in der spanischen Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste. Dorthin seien fast 100.000 Menschen aus Marokko gelangt. Ein großer Teil habe Ceuta nach einigen Tagen wieder verlassen, einige Tausend seien jedoch geblieben.

„Die Situation ist weiterhin alarmierend“
Die von Präfekten, Bürgermeistern und Regionalpräsidenten geäußerte Sorge sei eindeutig, sagte Tajani. „Die Situation ist weiterhin alarmierend.“ Es bestehe die Gefahr, dass insbesondere Minderjährige aus Ceuta auf das spanische Festland gebracht werden und sich anschließend innerhalb Europas frei bewegen könnten.

Italiens Außenminister Antonio Tajani verteidigt das Vorgehen seines Landes nach dem ...
Italiens Außenminister Antonio Tajani verteidigt das Vorgehen seines Landes nach dem Migrantenanstrum auf Ceuta.(Bild: AFP/SIMON WOHLFAHRT)

„Haben die Pflicht, unsere Mitbürger zu schützen“
„Wir haben die Pflicht, unsere Mitbürger zu schützen“, sagte Tajani. Es gehe weder um einen Krieg noch um eine Auseinandersetzung mit Spanien. Es handle sich vielmehr um eine politische Entscheidung, die zudem von zahlreichen Bürgern – auch in Spanien – geteilt werde.

Italien will in der kommenden Woche entscheiden, ob die vorübergehenden Kontrollen an der Grenze zu Spanien verlängert werden. Die derzeitige Regelung läuft Mitte September aus. Italien hatte die Kontrollen an der Grenze zu Spanien vorübergehend wieder eingeführt. Hintergrund waren unter anderem Befürchtungen, dass Menschen über Spanien und weitere Schengen-Staaten nach Italien gelangen könnten.

Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa bei einer ernsthaften Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der inneren Sicherheit. Infolge von Italiens Aussetzung des Schengen-Abkommens hatte auch Spanien die Wiedereinführung von Kontrollen für Reisende aus Italien beschlossen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung