Streusalzdebakel

Berlins Stadtchef rutscht bei Glatteisdebatte aus

Außenpolitik
30.01.2026 16:09

Nach dem Stromausfall-Debakel hat sich Berlins Bürgermeister Kai Wegner für andere politische Gegner auf den Hosenboden gelegt: Ein Posting beim Kurznachrichtendienst X, in dem er beim Abgeordnetenhaus um die Ausnahme für Streusalz anklopfte, sorgte für viel Häme. 

Die Berliner und Berlinerinnen kommen in der deutschen Bundeshauptstadt seit Tagen zu Fuß nur schlecht voran: Grund dafür sind spiegelglatte Gehwege aufgrund der niedrigen Temperaturen. Aus Naturschutzgründen dürfen in der Spreemetropole kein Streusalz oder andere Taumittel, sondern nur Rollsplitt und Sand verwendet werden. 

„Man nennt es Winter“
Das führte dazu, dass Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Donnerstag bei X (vormals Twitter) einen Post absetzte, für den er nun von den politischen Mitbewerbern durchs Dorf getrieben wird. Im Vergleich zu vergangenen Posts fand dieser besonders viel Beachtung und lautete: „Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen – mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen“.

Viele äußerten daraufhin Unverständnis über die Art, wie er mit dem Problem umging, immerhin sei Wegner selbst Regierungschef und müsse nicht um derartige Selbstverständlichkeiten betteln – wie ein ehemaliger FDP-Bundestagsabgeordneter vermeldete. Dieser nannte ihn „politisch am Ende“. Sein Parteikollege Armin Laschet postete bei X, dass sich selbst Grünen-Politiker über Berlin lustig machen würden. Laschet wetterte: „Und nein, es ist keine überraschende Wetterkrise: Man nennt es Winter.“

Der amtierende Chef der Berliner Stadtregierung möchte eine Ausnahme für die Verwendung von ...
Der amtierende Chef der Berliner Stadtregierung möchte eine Ausnahme für die Verwendung von Streusalz erwirken.(Bild: EPA/CLEMENS BILAN)

Wegen des schlechten Krisenmanagements während des großflächigen Stromausfalls in der Bundeshauptstadt stand Wegner erst vor wenigen Wochen in der Kritik. Er hatte am ersten Tag des Blackouts eine Stunde Tennis gespielt, das aber nicht sofort klar kommuniziert. 

Die CDU-Fraktion hatte schon vor längerem einen Antrag zur Änderung des Verbots von Streusalz und anderen Taumitteln eingebracht, der Koalitionspartner SPD hat aber noch Bedenken. 

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