Debatte um Dauer

„Sehe ich nicht“: Minister gegen kürzere Ferien

Innenpolitik
12.09.2026 14:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Sollen die Sommerferien verkürzt werden? Wirtschaftskammer-Chefin Martha Schultz findet die Ferien jedenfalls „zu lange“. Dem widerspricht Bildungsminister Christoph Wiederkehr, der keine „generelle Verkürzung“ der Ferien anstrebt. Und für die Lehrergewerkschaft ist eine Ferienkürzung „derzeit“ gar kein Thema.

Bildungsminister Wiederkehr (NEOS) ist deutlich gegen eine Verkürzung der Sommerferien, wie es die Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKO), Martha Schultz, gefordert hat. „Kinder und Jugendliche brauchen ausreichend Zeit im Sommer, um Kraft und Energie für das neue Schuljahr zu tanken“, argumentierte Wiederkehr gegenüber der APA. „Eine generelle Verkürzung der Sommerferien sehe ich daher nicht.“

WKO-Chefin Martha Schultz findet die Sommerferien „zu lange“.
WKO-Chefin Martha Schultz findet die Sommerferien „zu lange“.(Bild: Mario Urbantschitsch)

Schultz will wegen Müttern kürzen
Schultz, die auch Chefin des ÖVP-Wirtschaftsbundes ist, hatte in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ am Samstag gemeint, sechs statt der derzeit neun Wochen Sommerferien seien ausreichend. Hauptargument für ihre Forderung ist die Situation der Mütter, die noch immer die meiste Care-Arbeit übernehmen würden. Sowohl aus ihrer Branche als auch aus anderen Bereichen höre sie „Klagen über die langen Sommerferien“, meinte Schultz.

Wiederkehr sieht dies anders: Mit der Sommerschule, die für diejenigen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, auch verpflichtend ist, „leisten wir einen Beitrag, um einerseits die Betreuung für Erziehungsberechtigte – und das sind nicht nur Frauen – zu erleichtern.“ Außerdem müssten Sommercamps, wie sie etwa in Wien angeboten werden, österreichweit noch deutlich ausgebaut werden. So würden Erziehungsberechtigte entlastet, während Kinder und Jugendliche sich erholen könnten.

„Thema stellt sich derzeit nicht“
Ein Nein kam auch von der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer. „Das Thema stellt sich derzeit nicht, weil uns bis heute kein wissenschaftlich belegtes Konzept bekannt ist, das pädagogische Vorteile für unsere Kinder und Jugendlichen bringt“, meinte Vorsitzender Paul Kimberger (FCG) in einer Stellungnahme gegenüber der ORF-„ZiB“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung