Vor Schulstart

Klassenwechsel für Kind: Jetzt spitzt sich Lage zu

Tirol
30.08.2026 09:00

Eine Mutter aus dem Großraum Innsbruck kämpft um einen Klassenwechsel für ihren autistisch beeinträchtigten Sohn. Sie sieht keine Zukunft im jetzigen Umfeld an der Volksschule ihres Kindes, spricht von massiven Anfeindungen. Die Situation ist knapp vor Schulstart verfahren. 

„Mein Sohn hat Angst vor dem Schulbeginn. Er will nicht mehr in seine Klasse zurück.“ Das sagt die Mutter eines Volksschulkindes aus dem Raum Innsbruck. Wie berichtet, spricht die Mutter von massiven Anfeindungen gegenüber dem Kind im Klassenverband. Der Volksschüler hat laut Ärztin eine autistische Beeinträchtigung. Eine Schulassistenz könnte helfen, meint die Mutter. Doch dafür fehlt die erhöhte Familienbeihilfe als Voraussetzung.

Bei Bildungsdirektion und Land vorgesprochen
Bei der Schule, der Bildungsdirektion und auch beim Land hat die Mutter bereits für den erhofften Klassenwechsel vorgesprochen. „Bei einem anderen Kind, das der einzige Freund meines Sohnes war, wurde ein Wechsel genehmigt. Warum nicht bei uns?“, sieht die Tirolerin eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung. Der Tiroler Elternverband stellt sich hinter die Familie und regt ebenso einen Klassenwechsel an.

Fakt ist: Die Situation in der Schule ist zuletzt eskaliert. Die Mutter des Buben spricht von Mobbing gegenüber ihrem Sohn. Andere Eltern sehen hingegen den Buben als Verursacher ständiger Unruhe in der Klasse. Die Bildungsdirektion wurde eingeschaltet. Diese hat über die Schulpsychologie und Beratungslehrer unterstützende Maßnahmen gesetzt, damit sich die Lage entspannt. Doch das scheint nur bedingt gefruchtet zu haben.

Umzug als letzter Ausweg?
Jetzt drängt die Zeit. Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Die Bildungsdirektion will am Beginn des Semesters mit der Familie mögliche weitere Maßnahmen vereinbaren, „um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die weitere schulische Entwicklung des Kindes zu schaffen und gleichzeitig ein förderliches Lernumfeld für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen“. Die Mutter des betroffenen Buben sieht keine Zukunft in der Klasse und erwägt sogar einen Umzug in einen anderen Ort.

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