Neuer Islam-Bericht

Alarmstufe rot: Hamas aktiv, Sittenwächter brutal

Wien
10.09.2026 13:30

Der neue Jahresbericht der Dokumentationsstelle Politischer Islam zeichnet ein beunruhigendes Bild der Bundeshauptstadt: Selbsternannte Ordnungshüter setzen die tschetschenische Community mit Gewalt unter Druck, während die Terrormiliz aus Gaza laut Untersuchungen längst auch hier ein eigenes Netzwerk unterhält.

Sechs Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) als feste Größe der heimischen Extremismusforschung etabliert. Im aktuellen Jahresbericht widmet sie zwei kritische Kapitel ausgerechnet Wien.

Österreich beherbergt mit 30.000 bis 40.000 Menschen eine der größten tschetschenischen Gemeinschaften Europas. Im Bericht heißt es: „Wien ist dabei ein Zentrum dieser Gruppen, denen es gelungen ist, sich gesellschaftlich zu etablieren und zugleich eigene soziale Netzwerke, Vereine und kulturelle Strukturen zu bewahren.“ Was auf den ersten Blick als eine Erfolgsgeschichte klingt, hat eine dunkle Seite: Junge Erwachsene, die sich selbst zu Sittenwächtern ernennen und die moralischen Vorstellungen einer strengen Islamauslegung in der eigenen Community durchsetzen wollen. Wörtlich hält der Bericht fest: „Dabei kam es zu Einschüchterungen und sogar Gewalt, insbesondere auch gegen Frauen.“ Ihr Fazit: „Die Existenz gewalttätiger oder auch nur gewaltbereiter Erscheinungen – dschihadistische Radikalisierung hier und informelle moralische Kontrolle dort – legt nahe, dass neben einer informierten Prävention auch entschlossene Repression notwendig bleibt.“ Heißt im Klartext: Reden allein genügt nicht mehr, jetzt braucht es auch harte Strafen.

Die Hamas und ihr Netzwerk quer durch Europa
Auch die Hamas beschäftigt die Dokumentationsstelle ausführlich. Ein eigenes Kapitel zeichnet nach, wie die Terrororganisation über Zellen in Berlin, Stockholm, Kopenhagen und den Niederlanden operiert. Auch der Fund von Hamas-Waffen in einem Wiener Lagerraum im November 2025, über den die „Krone“ bereits ausführlich berichtete, findet darin seinen Platz. Der mutmaßliche Bezug zu einem in London festgenommenen Sohn des Hamas-Funktionärs Bassem Naim lässt vermuten: Auch die Führungsspitze könnte in Anschlagspläne für Europa eingebunden gewesen sein.

Applaus für den Hamas-Terror mitten in Wien
Wien ist aber nicht nur Logistikziel, sondern auch Bühne für offene Sympathie: Mehrere Aktivisten beteuerten öffentlich ihre Meinung. Bei einer Kundgebung in Wien im November 2025 ging der Aktivist Martin W. von der Antiimperialistischen Koordination weiter: Die Hamas sei Teil des legitimen palästinensischen Widerstandes, es sei „an der Zeit mit der Mär vom palästinensischen Terror aufzuhören“. Wer „Terroristen“ suche, solle „nach Israel schauen“, so W. Die Dokustelle kommt zum Schluss: Europa und Wien könnte für die Hamas mehrere Rollen übernehmen – „die eines Rückzugraums, einer Ressourcenquelle als auch die eines potenziellen Wirkungsfeldes.“

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