Veranstaltung in Wien

Modelagentur warnt vor Shooting, das es nicht gibt

Wien
09.09.2026 10:59

Durch soziale Medien geistert aktuell die Ankündigung eines Fotoevents mit mehreren in Wien lebenden, international erfolgreichen Topmodels. Das Problem: Weder die versprochenen Models noch ihre Agenturen wissen über die Veranstaltung Bescheid. Sämtliche Beteiligten kündigten nun rechtliche Schritte gegen die vermeintlichen Betrüger an.

Der eine oder andere Fotograf wird sich vermutliche schon gefreut haben über eine ganz besondere Möglichkeit, sein eigenes Fotoportfolio mit hochprofessionellen Modelfotos aufhübschen zu dürfen. Zumindest geistert seit einigen Tagen eine Einladung zu einem Fotoevent in Wien durch die sozialen Medien. Am 22. September solle in einem Studio im 7. Bezirk ein Shooting stattfinden. Mit dabei: die beiden in Wien lebenden und international höchst erfolgreichen Models Emilia Dominquez und Darya Fesina. 

Auch Sarah Fischereder meldete sich via Instagram zu Wort.
Auch Sarah Fischereder meldete sich via Instagram zu Wort.(Bild: Instagram/Sarah Fischereder)

Soweit so gut sollte man denken. Doch nun warnt die Modelagentur 1st Place Models, bei der die beiden Frauen unter Vertrag stehen, vor dem Event. Zweifelhafte Geschäftemacher, so 1st Place Models Director Dominik Wachta, würden versuchen, den guten Namen seiner Agentur auszunutzen.

Die Agentur ist international mit Fashion-Week-Events in London, Mailand, Paris und Berlin tätig. Von der Veranstaltung am 22. September in Wien wisse jedenfalls weder die Agentur etwas, noch die Models selbst. Auch Model Sarah Fischereder – die nicht bei jener Agentur ist, aber in der Veranstaltungseinladung ebenfalls als Model aufscheint – meldete sich über Instagram: „Achtung, hier wird mein Name verwendet, obwohl ich davon nichts weiß. Rechtliche Schritte folgen!“

Zitat Icon

Wir überlegen in Absprache mit den Models auch rechtliche Schritte.

1st Place Models Director Dominik Wachta

„Auf gar keinen Fall Anzahlung tätigen“
Niemand bei der Agentur kenne überhaupt den Namen des vermeintlichen Veranstalters, so Wachta. Eines der versprochenen Models sei zu jenem Zeitpunkt nicht einmal im Lande. Die Vorgehensweise sei „rechtlich schwer bedenklich“, man überlege auch rechtliche Schritte, also eine Betrugsanzeige. Fotografen rät er, für das versprochene Fotoevent auf gar keinen Fall Anzahlungen zu tätigen. Es werde etwas versprochen, das nicht den Tatsachen entspricht. Sollte schon jemand bezahlt haben, bleibt wohl nur der Gang zur Polizei. 

Vor Jahren trieb falscher Modelscout Unwesen
Für 1st Place Models ist es jedenfalls nicht der erste Betrugsversuch, mit dem man sich herumschlagen muss. Schon vor wenigen Jahren sprach eine Frau in Kärnten und in Wien im Namen der Agentur junge Frauen auf der Straße an, um ihnen teure Coachings zu verkaufen. Man erstattete Anzeige gegen den „Modelscout“, mit dem man nichts zu tun hatte. Seitdem warnt man auch auf der Homepage der Agentur vor den dubiosen Modelbewerbungen. 

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