„Du bist meine Göttin“

Freundin von Mörderin (14) verurteilt: Haftstrafe!

Gericht
09.09.2026 10:50

Es sind erschreckende Abgründe, die sich in dem Verfahren rund um die 14-jährige Jenny aufgetan haben. Das Mädchen ermordete im Jänner eine völlig unbeteiligte Pensionistin am Friedhof Baumgarten im 14. Wiener Bezirk. Jetzt steht der nächste Mordprozess an – ihre Freundin soll Jenny nicht nur vergöttert, sondern auch zur unfassbaren Bluttat bestärkt haben. Dafür wird sie im Wiener Landl jetzt verurteilt.

Die 64-Jährige am Friedhof Baumgarten war am 23. Februar ein reines Zufallsopfer. Mit unfassbaren 82 (!) Messerstichen tötete eine erst 14-Jährige die Pensionistin. Und lieferte im Prozess im Wiener Landesgericht Mitte Juni Einblicke in ihre dunkelsten Gedanken: „Ich war so angespannt. Dann hab ich mein Messer genommen und hab an die Tat gedacht. Dass ich das machen muss. Dass ich jemanden umbringen muss.“

Leichenbilder vom Friedhof geschickt
Genau diese Gedanken teilte Jenny (Name geändert) auch mit ihrer Freundin. Einem weiteren 14-jährigem Mädchen, das von den Mordfantasien der Verurteilten bestens Bescheid wusste. Sie unterhielten sich über Serienkiller, schickten sich gegenseitig Gewaltvideos. Das ging so weit, dass Jenny ihrer Freundin Fotos der blutüberströmten Pensionistin schickte – die 14-Jährige muss wohl vor allen anderen von dem Mord gewusst haben ...

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Dann wollte ich es noch mehr machen.

Jenny in ihrem Mordprozess im Juni

Bei diesem Grab attackierte die 14-Jährige ihr Opfer – und tötete es mit 82 (!) Messerstichen.
Bei diesem Grab attackierte die 14-Jährige ihr Opfer – und tötete es mit 82 (!) Messerstichen.(Bild: Zwefo)

Und die Staatsanwaltschaft geht noch weiter: Das nun angeklagte Mädchen soll Jenny bestärkt haben, die grausame Bluttat am Friedhof zu begehen. Chat-Nachrichten würden dafür unter anderem Anhaltspunkte liefern. „Ich glaube an dich. Du bist meine Göttin“, schrieb sie der 14-Jährigen am 23. Jänner – kurz vor dem Mord. „Ich wäre gerne so mutig wie du“, vergötterte die nun Angeklagte Jenny fast.

14-Jährige machte Jenny Mut
Dann kam Jennys Aussage vor dem Schöffengericht: „Ich hab mit meiner Freundin drüber geredet. Ich hab ihr erzählt, dass ich den Drang verspüre, das zu machen.“ Und dann ganz entscheidend: „Sie hat mich aufgemuntert. Dann wollte ich es noch mehr machen.“ Sie erzählte weiter im Mordprozess: „Sie wollte auch ein Messer, als ich meins gekauft hab und ihr gezeigt hab.“

Nach knapp zwei Stunden Verhandlung verurteilt der Schöffensenat die 14-Jährige: Drei Jahre teilbedingte Haft wegen Beitrags zum Mord – eines davon wid unbedingt ausgesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig. Das Mädchen muss außerdem eine Psychotherapie machen.

Jenny wurde für die brutale Bluttat an der 62-jährigen Pensionistin zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Mädchen, verteidigt von Astrid Wagner, wurde außerdem in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht. Eine Persönlichkeitsstörung macht sie gefährlich.

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