Haushaltsüberschuss

Gemeinde Lech rechnet für 2026 mit Plus

Vorarlberg
27.01.2026 16:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Viele Kommunen in Vorarlberg sind kaum in der Lage, die laufenden Kosten zu decken. Eine Ausnahme ist der Nobelskiort Lech: Nachdem am Arlberg in den vergangenen Jahren die Schulden aufgrund des neuen Gemeindezentrums („Dorfhus“) regelrecht explodiert waren, scheint man nun den finanziellen Turnaround geschafft zu haben.

In der ersten Sitzung im aktuellen Jahr haben die Lecher Gemeindevertreter das Budget für 2026 beschlossen. Und das einstimmig, was angesichts der Streitigkeiten in der Vergangenheit durchaus bemerkenswert ist. Dafür gibt es vor allem einen Grund: „Die Gemeinde Lech prognostiziert erstmals seit fünf Jahren ein positives Budget“, freut sich Bürgermeister Gerhard Lucian darüber, dass die Zeiten des Schuldenmachens vorerst vorbei sind.

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Die Gemeinde Lech prognostiziert erstmals seit fünf Jahren ein positives Budget.

Gerhard Lucian, Bürgermeister von Lech

Überschuss von 200.000 Euro
Die erwarteten Erträge steigen im Vergleich zum Voranschlag 2025 um 2,9 Millionen Euro auf 31,7 Millionen Euro, die Ausgaben werden sich auf 31,5 Millionen Euro belaufen. Daraus errechnet sich unterm Strich ein leichter Überschuss von rund 200.000 Euro. Gut möglich, dass das Plus noch höher ausfallen wird: „Wir sind mit einer vorsichtigen Einnahmen- und Ausgabenplanung in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen. Dies zahlt sich jährlich bei den Rechnungsabschlüssen aus, bei denen wir regelmäßig besser abschneiden als geplant“, erklärt Lucian. So liegen etwa die Einnahmen im vorläufigen Rechnungsabschluss 2025 um rund eine Million Euro über dem ursprünglichen Budget.

Erlöse aus Gemeindebesitz stark steigend
Auffallend ist, dass neben den Einnahmen aus Kommunalsteuern, Tourismusbeiträgen und Gästetaxen vor allem die Erlöse aus dem Besitz der Gemeinde stark steigen werden – und zwar um 50 Prozent im Vergleich zu 2025. Dazu tragen nicht zuletzt die Vermietungen im Dorfhus und in den dort beheimateten Lechwelten bei. „Aus Investitionen werden nun immer mehr Erträge. 2026 können bereits 1,5 Millionen Euro damit eingenommen werden. Das Geld kommt also zurück“, sagt Vizebürgermeister Elias Beiser.

Schuldenberg soll abgebaut werden
Ausgabenseitig sind die höchsten Posten die Personalaufwendungen (6 Millionen Euro) und die Transferaufwendungen an Unternehmen (5,8 Millionen Euro, wobei der Großteil in die Lech Zürs Tourismus GmbH fließt). 5,2 Millionen werden in den Erhalt bzw. den Ausbau der örtlichen Infrastruktur investiert. Besonders zu schaffen machen Lech – so wie im Grunde allen Kommunen in Vorarlberg – die stark steigenden Transferleistungen an Träger des öffentlichen Rechts, zuvorderst das Land Vorarlberg: Die Beiträge an den Sozialfonds steigen 2026 um 7,5 Prozent auf nunmehr 7,5 Millionen Euro, jene an den Landesgesundheitsfonds gar um 12,1 Prozent auf künftig 560.000 Euro. „Die stark steigenden Transferzahlungen der letzten Jahre belasten auch unsere Gemeinde. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Gemeinde Lech, dass es zu einer Veränderung des aktuellen Schlüssels kommt“, nimmt Lucian diesbezüglich das Land in die Pflicht. Dennoch plant man in Lech in den kommenden Jahren den Schuldenberg abzubauen – und zwar von aktuell rund 51 Millionen Euro auf 45 Millionen Euro im Jahr 2030.

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