In Avers Cröt im benachbarten Kanton Graubünden (Schweiz) kam es am frühen Sonntagmorgen zu einem traurigen Jagdunfall: Ein Jäger feuerte auf einer Weide auf einen vermeintlichen Hirsch, traf allerdings ein Pferd, das auf der Wiese graste. Dem Jäger wurde umgehend die Lizenz entzogen.
Indercröt am Sonntagmorgen, kurz nach 6 Uhr: Ein Jäger nimmt im Halbdunkeln einen Hirsch ins Visier – und drückt ab. Er nähert sich dem erlegten Tier und stellt erschrocken fest: Bei dem vermeintlichen Hirsch handelte es sich um ein weidendes Pferd. Umgehend alarmiert er die örtliche Wildhut und zeigt sich sofort geständig.
Die Konsequenzen folgen auf dem Fuß: Dem Waidmann wird an Ort und Stelle die Jagdlizenz entzogen. Zudem wird er bei der Staatsanwaltschaft Graubünden angezeigt.
„So etwas habe ich noch nie erlebt“
Der Schweizer „Blick“ sprach nach dem Unglück mit dem Landwirt, auf dessen Weide das Tier übersommerte, während seine Halterin im Urlaub war. Für ihn sei das Geschehen völlig unbegreiflich. Bereits seit 35 Jahren betreue er auf der Wiese Pflegepferde, aber: „So etwas habe ich bis jetzt noch nie erlebt“, sagt er dem Schweizer Medium.
Dass jemand sein Ziel im Vorfeld derart unzureichend identifiziere, sei für ihn eine seltene, aber grobe Fahrlässigkeit. Grundsätzlich schätze er die Jägerschaft, sie seien prinzipiell willkommene Gäste. Gerade aber der frühe Beginn der Pirsch (ab 6 Uhr) an derart dunklen Tagen sei für ihn nun zu hinterfragen.
Die Besitzerin des Pferdes ist derzeit übrigens immer noch auf Reise. Ihre Angehörigen haben sich aber auf dem Hof bereits von dem Tier verabschiedet, informiert der „Blick“.
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