Die Technologiegruppe Miba investiert 13 Millionen Euro in ein neues Ausbildungszentrum für Lehrlinge und Fachkräfte in Laakirchen (OÖ). Und das Familienunternehmen profitiert derzeit vom rasanten Ausbau von Serverfarmen rund um die Welt.
Das Timing war knapp: Am Montag wurde noch fertig asphaltiert, am Dienstag eröffnete die Technologiegruppe Miba in Laakirchen in Oberösterreich ihr neues, 3600 Quadratmeter großes Ausbildungszentrum für Lehrlinge und Fachkräfte.
13 Millionen Euro ließ sich die Miba den Bau kosten. Denn trotz Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und Co. will Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer der Fachkräfteausbildung „noch mehr Raum“ geben: „Die entscheidende Frage lautet nicht, welche Technologien wir einsetzen, sondern ob wir die richtigen Leute dafür haben.“ Lebenslanges Lernen sei eine Grundvoraussetzung für den Erfolg des Familienunternehmens aus Oberösterreich.
Die entscheidende Frage lautet nicht, welche Technologien wir einsetzen, sondern ob wir die richtigen Leute dafür haben.

F. Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender der Miba AG
Bild: Miba / Foto Witzany
Geschäft mit Energie wächst
Die Miba feiert im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und erwirtschaftete zuletzt mit weltweit 7350 Mitarbeitern rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Die Produktpalette der Technologiegruppe ist breit. Ein wachsendes Geschäftsfeld sind Serverfarmen, die derzeit überall auf der Welt aus dem Boden sprießen. „Wir liefern Gleitlager für die großen Gasmotoren zur Energieversorgung von Rechenzentren“, erklärt Mitterbauer. Und wenn eine Serverfarm – wie jene von Google in Kronstorf – direkt am Stromnetz hängt, liefert die Miba Teile für die Notstromaggregate. „Das ist gerade ein extrem boomendes Geschäft“, sagt der CEO.
Noch ist die Sparte mit rund zwei Prozent Anteil am Gesamtumsatz der Miba aber überschaubar. Bereits ein Fünftel der Erlöse macht das Unternehmen hingegen schon mit Produkten zur nachhaltigen Energiegewinnung oder -übertragung, etwa bei Windturbinen. Dieses Geschäftsfeld ist bei der Miba innerhalb der vergangenen drei Jahre um 75 Prozent gewachsen.
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