Kärntner Auszeichnung

Bella Ban erhält posthum den Landeskulturpreis

Kärnten
08.09.2026 20:00

Gestorben ist sie am 30. Juni im 68. Lebensjahr. Dienstag wurde in der Regierungssitzung beschlossen, dass Bella Ban posthum mit dem heurigen Kulturpreis des Landes Kärnten geehrt wird. 12 weitere Kunst- und Kulturschaffende werden ausgezeichnet.

Wie unendlich schade, dass sie die höchste, mit 20.000 € dotierte Auszeichnung des Landes, die heuer in der Sparte bildende Kunst verliehen wird, nicht selbst entgegennehmen kann. Dabei hatte das Kärntner Kulturgremium bereits am 15. Juni seine Preisträger gewählt, zwei Wochen vor dem Tod dieser Poetin des Widerspruchs, deren Schaffensbreite Installations- und Konzeptkunst ebenso umfasste wie Texte und Bildhauerei.

Ihre irreversible Widerständigkeit lebte die Tochter einer Pianistin und eines Partisanenvaters im politisch-ästhetischen Kunstprojekt „Café OM“ mit ihrem Lebenspartner, dem Dadaisten Viktor Rogy, ebenso konsequent aus wie sie sich am Nationalsozialismus mit Projekten wie „Tatort Kärnten 1938 – 1945“ oder „Grabort Klagenfurt“ abarbeitete. Und das eintreten in neue Räume durch die Türen der Kunst, bot Raum für Reflexion wie Diskurs und war prägend für die Kärntner Kunstszene und darüber hinaus. „Bella Ban verstand Kunst als Haltung. Mit großer Sensibilität und intellektueller Schärfe hat sie Fragen von Erinnerung, Identität und gesellschaftlicher Verantwortung verhandelt. Mit der posthumen Verleihung des Landeskulturpreises werden wir das Gedenken an diese herausragende Künstlerin wahren“, so Kulturreferentin Gaby Schaunig.

Neben dem Landeskulturpreis gehen (voraussichtlich am 4. Dezember) drei Würdigungspreise (je 8000 €) an: Hubert Sielecki (Elektronische Medien/Film/Fotografie), Stephan Weiss (Naturwissenschaften/technische Wissenschaften), Barbara Frediani-Gasser (Architektur undVerdienste um die Baukultur).

Acht Förderungspreise (je 5000 €) erhalten: Assunta Abdel Azim Mohamed, Birgit Fuchs, Laura Roth, Davor Stojanovski, Hannah Fheodoroff, Peter Puntigam, Anna Anderwald, Raphaela Wutte – den Anerkennungspreis (7000 €) für freie Kulturarbeit der Verein Neues Volkskino (Robert Schabus).

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung