Ein vier Monate altes Baby wurde im Februar 2025 in die Ottakringer Klinik gebracht: mit schweren Verletzungen – darunter mehreren Knochenbrüchen. Ein Elternteil war es, freigesprochen wurden aber beide im Wiener Landesgericht ...
Im Alter von vier Monaten wurde das kleine Mädchen von seiner Mutter in Klinik Wien-Ottakring gebracht – mit multiplen Knochenbrüchen. Dem Säugling müssen zumindest zweimal die Beine verdreht worden sein, stellt der Gerichtsmediziner nun beim Prozess im Wiener Landl fest. Diese Brüche sind aber nur ein Teil des umfangreichen Verletzungsbildes.
Eltern streiten Gewalt gegen Tochter ab
Das wollen aber weder Mutter noch Vater verursacht haben, die schon den zweiten Verhandlungstag vor der Einzelrichterin sitzen. „Der Vorwurf alleine ist skandalös“, empört sich der 39-jährige mehrfach vorbestrafte Vater – das Baby zeugte er während eines Hafturlaubs aus seiner letzten langjährigen Gefängnisstrafe ...
Die Staatsanwaltschaft klagt ihn aber als Haupttäter an. Der Wiener soll dem Baby die Brüche und mehr zugefügt haben. Die 30-jährige Mutter sei derweil untätig geblieben. Doch auch sie weist jede Schuld von sich. Sie beteuert im Prozess aber, nichts von Gewalttätigkeiten gegen ihr Baby mitbekommen zu haben.
Doch die schweren Verletzungen der Kleinen sind objektiviert. „Einer von Ihnen beiden war’s“, so die Richterin. Wer, kann jedoch nicht mehr festgestellt werden. Unabhängige Zeugen gibt es nicht – beide Angeklagten leugnen. Also werden sie von der Misshandlung des Säuglings freigesprochen. Wegen einer Ohrfeige gegen die Frau muss der 39-Jährige aber neun Monate in Haft. Die Urteile sind bereits rechtskräftig.
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