Zahlreiche Ausfälle
Technische Störung legt britische Flughäfen lahm
Eine technische Störung bei der britischen Flugsicherung NATS hat zu Behinderungen und Flugausfällen an mehreren großen Flughäfen in Großbritannien geführt. Betroffen von Verspätungen und Einschränkungen waren am Dienstag unter anderem London-Heathrow, Gatwick, Stansted und Manchester sowie die irische Hauptstadt Dublin.
Auch die Airlines der AUA-Mutter Lufthansa mussten einzelne Flüge umleiten oder annullieren. Betroffene Fluggäste würden automatisch umgebucht.
British Airways sprach ebenfalls von Störungen. Inzwischen sei das Problem jedoch gelöst, teilte NATS auf X mit. „Wir haben eine Lösung implementiert und unser Flugsystem beginnt sich zu erholen.“ Das Problem lag nach früheren Angaben von NATS im Flugdaten-Verarbeitungssystem. Eine vollständige Normalisierung des Flugbetriebs werde jedoch Zeit benötigen.
Billig-Airlines wütend
Die erneute Panne rief Kritik der Billigfluggesellschaften Wizz Air und Ryanair hervor. Ein Anbieter kritischer nationaler Infrastruktur dürfe das Luftfahrtsystem nicht wiederholt zum Stillstand bringen, erklärte ein Wizz-Air-Sprecher. „NATS ist in seiner jetzigen Form einfach nicht zweckmäßig.“ Ryanair-Betriebschef Neal McMahon forderte den Rücktritt von NATS-Chef Martin Rolfe.
Nach dem Zusammenbruch 2023 sei den Airlines versprochen worden, dass die Systeme repariert seien und die Widerstandsfähigkeit verbessert werde. „Und doch sind wir wieder hier“, sagte McMahon. NATS äußerte sich zunächst nicht zu der Kritik. Die britische Zivilluftfahrtbehörde (CAA) kündigte an, einen vollständigen Bericht von NATS anzufordern, um über mögliche weitere Schritte zur Sicherung der Zuverlässigkeit des Systems zu entscheiden.
Immer wieder Probleme
In der Vergangenheit hatte es in Großbritannien wiederholt Probleme mit der Flugsicherung gegeben. Im Jahr 2023 hatte eine Fehlfunktion bei der automatischen Verarbeitung von Flugplänen ein Chaos im britischen Luftraum ausgelöst. Den Airlines entstanden durch den damaligen Vorfall Kosten von mehr als 100 Millionen Pfund für Entschädigungen und Rückerstattungen. Die Luftfahrtbehörde forderte NATS daraufhin im Jahr 2024 auf, die Notfallpläne zu überarbeiten. Im Juli 2025 führte zudem ein Radarausfall dazu, dass der Flugbetrieb an mehreren Flughäfen für mehr als vier Stunden unterbrochen werden musste.

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